Hebammenkreisverband Heilbronn-Hohenlohe
Geburtsbegleitung / Geburtshilfe Der Beruf der Hebamme ist wohl der älteste Beruf der Welt. Schon immer standen Hebammen Gebärenden bei. Auch heute sind Hebammen berechtigt, Geburtshilfe ohne ärztliches Beisein zu leisten. Geburtshilfe umfaßt die Überwachung des Geburtsvorganges von Beginn der Wehen an, Hilfe bei der Geburt und Überwachung des Wochenbettverlaufs. Egal, für welchen Geburtsort sich die werdenden Eltern nach reiflicher Überlegung entscheiden (zu Hause oder in der Klinik), bei einer Geburt in Deutschland ist eine Hebamme dabei. Sie begleitet und unterstützt die Frau durch alle Phasen der Geburtsarbeit und versorgt nach der Geburt Mutter und Kind. Im Falle von Komplikationen zieht sie eine Fachärztin/einen Facharzt hinzu bzw. verlegt bei Hausgeburten in die Klinik.
Im Kreis Heilbronn-Hohenlohe gibt es folgende Möglichkeiten, sein Kind zu gebären:
Hausgeburt Es möchten wieder mehr Frauen ihr Kind zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld und im Beisein ihnen vertrauter Menschen auf die Welt bringen. Die häusliche Umgebung wirkt meist entspannend auf die werdende Mutter und erleichtert von daher den Geburtsablauf. Sie konnte in den Wochen vor der Geburt durch regelmäßige Besuche ein Vertrauensverhältnis zu ihrer Hebamme aufbauen. Auch die Hebamme lernt durch die Schwangerschaftsbegleitung die Gebärende sehr genau kennen, so dass sie diese besser einschätzen und eventuell auftretende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen kann.
Wer eine Hausgeburt in Betracht zieht, sollte spätestens im zweiten Drittel der Schwangerschaft Kontakt zu einer Hebamme aufnehmen.
Den Qualitätsbericht über die außerklinische Geburtshilfe in Deutschland können sie auf der Internetseite www.quag.de downloaden. Geburt im Krankenhaus In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Geburt im Krankenhaus sozusagen als "Normalfall" etabliert. In allen Kliniken gibt es regelmäßige Informationsveranstaltungen, bei denen Räumlichkeiten besichtigt und Fragen gestellt werden können. Hierbei empfiehlt sich, weniger auf die Äußerlichkeiten als auf folgende Kriterien zu achten:
- Wie viele Geburten pro Jahr finden statt?
- Wie viele Hebammen sind pro Schicht im Dienst?
- Wie ist das Management bei übergroßem Ansturm? Gibt es zusätzliche Bereitschaftsdienste?
- Welche Routinemaßnahmen werden als unumgänglich angesehen? (z.B. Einlauf, Rasur, Legen eines venösen Zugangs)
- Welche Routinemaßnahmen sind unumgänglich?
- Haben Frauen unter der Geburt normalerweise Bewegungsfreiheit und können auch zur Geburt die Position wählen?
Auch im Krankenhaus besteht die Möglichkeit, wenige Stunden nach der Geburt nach Hause zu gehen (ambulante Geburt). Durchschnittliche Verweildauer auf der Wochenstation liegt bei 2-3 Tagen nach normalen Geburten. Auf Wochenstationen betreuen sie Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und teils Hebammen.
Im Kreis Heilbronn-Hohenlohe gibt es folgende Geburtskliniken:
- SLK-Klinium am Gesundbrunnen
Am Gesundbrunnen 20
74078 Heilbronn
- SLK-Klinium am Plattenwald
Am Plattenwald 1
74177 Bad Friedrichshall
- Hohenloher Krankenhaus - Öhringen
Kastellstraße 5
74613 Öhringen
Beleggeburt Im SLK-Klinium am Plattenwald gibt es zudem Beleghebammen. Das sind freiberufliche Hebammen, die mit dem Klinikum einen Nutzungsvertrag abgeschlossen haben. Das bedeutet, dass sie die Einrichtung nutzen können, um mit "ihren" Frauen zur Geburt in die Klinik zu kommen. Diese Variante hat die Vorteile, dass sich Frau und Hebamme bereits in der Schwangerschaft kennen lernen und die Betreuung vor, bei und nach der Geburt in einer Hand bleibt. Bitte melden sie sich frühzeitig bei einer Beleghebamme zur Geburt an.