Hebammenkreisverband Heilbronn-Hohenlohe  Diese Seite drucken

Wochenbettbetreuung

In der Vergangenheit nahm das Wochenbett einen großen Teil des Lebens der Frauen ein, oft den besten. Es war die einzige Möglichkeit, in der Frauen Ruhe und Zeit hatten, an sich selbst zu denken und Pflege durch die Familie zu genießen. Heute gilt es als Muss für die junge Mutter, möglichst schnell wieder ins "normale" Leben zurückzukehren und nicht nur das eigene Äußere sondern auch die neue Situation mit dem Kind umgehend in den Griff zu bekommen. Die ehemalige Schutzzone Wochenbett ist häufig eine Phase der Anstrengung und Überforderung, der Um- und Neuorientierung und schließlich ein Ankommen in der Realität des Mutter- und Elterndaseins.

Jede Frau hat in den acht Wochen nach einer Geburt Anspruch auf Hebammenhilfe, unabhängig davon, wo und wie sie ihr Kind geboren hat. Das gilt auch für Frauen, deren Kind vor, bei oder nach der Geburt gestorben ist. Auch nach Ablauf von acht Wochen sind Hebammenbesuche nach ärztlicher Anordnung möglich. Stillberatung führt die Hebamme unabhängig davon bis zum Ende der Stillzeit durch. Bei den regelmäßigen Hausbesuchen nach der Geburt beobachtet die Hebamme den Wochenbettverlauf, gibt Hilfestellung in Problemsituationen wie Stillschwierigkeiten, Milchstau, verzögerter Rückbildung, Wundheilungsstörungen etc. Beim Kind beobachtet sie das Trinkverhalten und die Entwicklung des Gewichtes, die Nabelheilung und weitere Anpassungsvorgänge. Sie klärt über notwendige Untersuchungsmethoden und vorbeugende Maßnahmen auf und beantwortet Fragen rund um das Leben mit den Neugeborenen.






















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