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Unsere Modelle im Porträt

Headermotiv "Unsere Hebammen"
 
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Unsere Kampagnen-Modelle im Porträt

Gesicht zeigen für unsere Hebammen - auch auf Plakaten und CityLight-Postern. Genau wie die zahlreichen Menschen, die Fotos von sich auf die Webseite geladen oder auf Facebook gepostet haben, sind alle unsere Modelle echt und unterstützen die Kampagne. Wir bedanken uns für so viel Einsatz und stellen die Gesichter und ihre Geschichten kurz vor.
 

Lea, Hebamme aus Berlin
 
Lea, Hebamme, 27 Jahre
Die richtige Entscheidung

Der Moment, wenn ein neues Leben auf die Welt kommt, ist wundervoll. Auch die Betreuung der Eltern davor und danach ist etwas ganz Besonderes – für sie und für mich auch, denn ich begleite die Neugestaltung oder Gründung einer Familie. Das ist unglaublich intensiv. Die ungläubigen und glücklichen Augen der Mütter und aller Anwesenden, das muss man erlebt haben. Es ist ein so einschneidendes Erlebnis im Leben der Menschen, wenn ein Kind geboren wird, und ich bin mittendrin.

Etwas ganz Besonderes

Nachdem man mich auf den Hebammenberuf aufmerksam gemacht hatte, habe ich sowohl bei so genannten „Schnuppertagen“ in einem Geburtshaus in der Schweiz als auch bei einem sechsmonatigen Vorpraktikum im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation in einer Klinik gemerkt, dass mich die Tätigkeiten einer Hebamme absolut faszinieren: Denn Mütter und Familien auf ihrem Weg in einen neuen Lebensabschnitt begleiten und vor allem neuem Leben auf die Welt zu helfen – das ist mit keiner anderen Arbeit zu vergleichen. Das ist mir jeden Tag bewusst: Ich mache in meinem Beruf etwas ganz Besonderes!

Meine Ausbildung habe ich von 2009 bis 2013 an der Berner Fachhochschule gemacht. Während des praktischen Teils meiner Hebammenausbildung habe ich dann meine allererste Geburt miterlebt. Die Frau hat ihr Kind ganz still und leise bekommen und es war eine unbeschreibliche Erfahrung.

Die richtige Entscheidung

Im letzten Jahr meiner Ausbildung habe ich mich nach einem Geburtshaus umgesehen und bin im Internet auf das Geburtshaus am Treptower Park in Berlin gestoßen. Die drei Monate Praktikum haben mir rundum gefallen: die Arbeit, das Team, das Geburtshaus und natürlich auch Berlin. Mir war gleich klar, dass ich hier arbeiten möchte, es hat alles gepasst. Zuerst bin ich nach dem Praktikum aber in die Schweiz zurück, weil ich am Inselspital der Uniklinik Bern in der Pränatalabteilung bereits eine Stelle angenommen hatte. Dort haben wir Frauen betreut, die während der Schwangerschaft Probleme hatten. Trotzdem ist mir ständig durch den Kopf gegangen: „Wenn du das jetzt nicht machst mit dem Geburtshaus in Berlin, dann machst du das nie mehr. Das ist eine einmalige Chance.“ Letztendlich bin ich dann Anfang 2014 nach Berlin gezogen und arbeite seitdem im Geburtshaus am Treptower Park – das war die richtige Entscheidung.

Hebammen sind unersetzlich

Vielen Menschen ist gar nicht richtig bewusst, was wir Hebammen für die Mütter, die Kinder und ganz allgemein für die Bildung einer neuen Familie tun. Es ist so viel wert, wenn die ersten Schritte in einen neuen Lebensabschnitt für alle positiv verlaufen. Mein Berufsstand hat da eine enorme Verantwortung. Der stelle ich mich jeden Tag und da bin ich auch ein wenig stolz drauf dazuzugehören.

Damit es uns Hebammen aber auch in Zukunft gibt, muss sich unsere Situation wieder verbessern – die Arbeitsbedingungen und die Bezahlbarkeit der Haftpflichtbeiträge. Denn wer soll die Frauen zu Hause und in vielen Kliniken betreuen, wenn nicht die selbständigen Hebammen? Da gehört auch ein Schutz her für den Berufsstand. Es ist doch auch etwas wert, wenn Kinder sicher und behütet in die Welt begleitet werden, das muss eine Gesellschaft schützen. Ich wünsche mir, dass das erhalten bleibt für die Menschen, die uns dafür brauchen. Weil es wichtig für sie ist.

Kampagnenmotiv Kerstin
 
Kerstin, Hebamme, 49 Jahre
Unser Beruf ist etwas wirklich Einzigartiges

Als ich meinen eigenen Sohn zur Welt gebracht habe, ist mir klar geworden: Ich möchte auch Hebamme werden. Ich hatte zwar bereits geplant, mich nach der Geburt beruflich umzuorientieren, aber an eine Ausbildung zur Hebamme hatte ich zunächst nicht gedacht. Durch die Geburt und durch die Betreuung der Hebammen bin ich dann auf diesen Beruf aufmerksam geworden und wusste sofort: Das ist es!

Zuvor habe ich von 1985 bis 1994 im Rostocker Hafen als Seegüterkontrolleurin gearbeitet. Nach der Elternzeit habe ich dasselbe bis 1996 im Hamburger Hafen gemacht und dann die Ausbildung zur Hebamme begonnen. Meine erste Stelle hatte ich dann in der Hamburger Frauenklinik Finkenau, bis sie 2001 geschlossen wurde.

Eine einschneidende Erfahrung

An die erste Geburt, die ich selber geleitet habe, kann ich mich sehr gut erinnern. Die hat sich in meinem Gedächtnis eingebrannt. Denn es ist genau das eingetreten, was man als Hebamme nicht möchte: Die Nabelschnur kam, aber die Plazenta nicht. Das war für mich so ein kleines Horrorszenario. Ich habe mir dann eine Kollegin dazu geholt und die Frau hat die Plazenta ohne Intervention und ohne Komplikationen in der Hocke bekommen. Es war aber trotzdem ein so unbeschreiblich schönes und tolles Erlebnis, einen Menschen auf dem Weg in sein neues Leben zu begleiten. Das war für mich eine ganz einschneidende Erfahrung.

Frauen stärken

Das Besondere am Hebammenberuf ist Frauen zu bestärken, eine normale Geburt zu erleben, sie währenddessen zu betreuen und ihnen Kraft zu geben, sie weiter auf ihre nun folgende Rolle als Mutter vorzubereiten, dass sie ohne Ängste in diese neue Rolle hineinwachsen können. Selbstsicherheit geben ist da ganz wichtig, denn jede Frau kann das schließlich auch selber. Es wird Frauen heutzutage ja viel abgesprochen: Dass oft andere das für sie viel besser können, nur sie selber nicht. Ich finde, es ist meine Aufgabe als Hebamme, den Frauen genau das Gegenteil zu sagen und zu zeigen: Du kannst das! Und ich bin sehr froh, dass ich das bei meiner jetzigen Arbeitsstelle umsetzen kann.

Nachdem die Klinik Finkenau geschlossen wurde, ist die geburtshilfliche Abteilung nach Hamburg-Barmbeck übergesiedelt. Dort habe ich dann im Evangelischen Amalie Sieveking-Krankenhaus begonnen und bin heute leitende Hebamme des Kreissaales und der Wochenbettstation. Wir sind ein kleines Krankenhaus und bezeichnen uns immer als „unser kleines Öko-Krankenhaus am Rande der Stadt“. Letztes Jahr hatten wir fast 1.300 Geburten und sind ein Haus, das die natürliche Geburtshilfe unterstützt. Wir betreuen Frauen, die ihr erstes Kind auch mit Beckenendlage bei uns spontan bekommen können, Zwillingsgeburten spontan, Frauen, die nach zweimal Sectio ihr nächstes Kind bei uns auch spontan zur Welt bringen dürfen. Das ist schon ein großer Unterschied zu anderen Häusern. Wir unterstützen hier die Familienbildung, wir unterstützen die Stillförderung auf ganz hohem Niveau. Wir waren das erste Krankenhaus in Deutschland, das die Zertifizierung vollzogen und bis heute alle zwei Jahre erneut bestanden hat. Ich bin auch stolz, in einem Haus zu arbeiten, das die natürliche Geburtshilfe stärkt und auch ein Vorreiter darin ist.

Stark für einen starken Beruf

Unser Beruf ist etwas wirklich Einzigartiges und wir haben so viele Möglichkeiten, Frauen zu unterstützen. Ich hätte gerne, dass die Mütter wieder mehr Selbstbewusstsein für sich, mehr Körpergefühl entwickeln. Ich denke, Frauen müssen sich mehr auf ihre vorhandenen Kräfte verlassen dürfen.

Für uns Hebammen wünsche ich mir, dass wir viel mehr Unterstützung nicht nur von den Frauen, sondern auch von der Öffentlichkeit erhalten. Vor allem wünsche ich mir, dass unser Berufszweig erhalten bleibt. Da habe ich gerade sehr große Sorgen, dass man ihn einfach kaputtmachen möchte. Mein größter Wunsch ist, dass wir uns stark machen, eine große Präsenz zeigen und klar machen, wofür wir gebraucht werden.

Kampagnenmotiv Hans
 
Hans Straßner, 5 Jahre alt
Deine Geburt war so toll, mein Kind. Im nächsten Leben werde ich Hebamme!

Der fünfjährige Hans war kaum zu bändigen, als er November 2014 mit seiner Mutter aus Kiel zum Fotoshooting des Deutschen Hebammenverbandes angereist ist. „Mich hat das überrascht“, erzählt Nina Straßner. „Ich hätte eher damit gerechnet, dass er mit seinem Skateboard und de Apfelschorle abhaut und auf dem Hof damit rumtobt.“ Stattdessen hat Hans gemodelt, dass selbst ein Kamera-Profi vor Neid erblasst wäre. Ursprünglich wollte Hans´ Mutter zunächst selbst vor die Kamera. Aber ihr war schnell klar: Ihr Sohn würde ein echter Hingucker. Überredungskunst brauchte sie keine: „Er war ganz stolz, als er vor der Kamera posen durfte."

Für Nina Straßner war es ein Herzensanliegen, die Kampagne des Deutschen Hebammenverbandes zu unterstützen: „In der aktuellen Diskussion um die Wichtigkeit von Hebammen würde ich so gerne den Ansatz umdrehen: Was finden Sie an der Hebammenarbeit nicht so wichtig? Wenn man die Frage umdreht, fällt auf, dass einem nicht eine einzige Sache einfällt. Das muss den Hebammen erstmal eine Berufsgruppe nachmachen.“ Sie kritisiert, dass ein Beruf, der von Frauen ausgeübt wird und sich an Frauen richtet, nicht anhand seiner Wichtigkeit bemessen wird, sondern anhand seiner Wirtschaftlichkeit. Deshalb macht sich Nina Straßner bereits seit über zwei Jahren in ihrem Blog Juramama.de für die Belange von Hebammen stark und ist eng mit Hebammen-Aktionsbündnissen vernetzt.

Auch in der eigenen Familie gibt es eine Hebamme: Die Tante von Hans hat ihn und seine Schwester auf die Welt gebracht. Die Tochter trägt sogar ihren Namen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass ich diese Geburten nicht so mutig, selbstbewusst und angstfrei angegangen wäre, hätte ich diese Frau und ihr enormes Wissen nicht an meiner Seite gehabt“, berichtet Nina Straßner. „Sie hat mir immer wieder versichert hat, dass ich das kann, mir erklärt hat, warum ich das kann und ist mir während der Geburt und danach immer beigestanden. In der Silvesternacht 2009/2010 hielt sie mit einem Party-Hütchen auf dem Kopf meine Hand, die ihres Bruders und kurz nach Mitternacht das Köpfchen meines neugeborenen Sohnes.“ Für Nina Straßner steht fest: Hebammen, die ausreichend Zeit für die Betreuung von Schwangeren haben, wurden immer gebraucht – daran wird sich auch in Jahrhunderten nichts ändern. Das weiß sie mit Sicherheit.

Nina Straßners eigene Mutter hat in Geschichten über die Geburt ihrer drei Kinder nie die Hebamme ausgelassen, so dass der Beruf für Nina Straßner eine absolute Selbstverständlichkeit ist: „Wenn man Ohrenschmerzen hat, geht man zum Ohrenarzt; wenn man ein Kind bekommt, kommt die Hebamme. Wer sonst?“ Bei ihrem jüngsten Bruder durfte sie der Hebamme bei der Nabelpflege helfen. Über ihre eigene Geburt lässt sich den Worten ihres Vaters bei ihrer Hochzeit nichts hinzufügen:  „Deine Geburt war so toll, mein Kind. Im nächsten Leben werde ich Hebamme!“

Kampagnenmotiv
 
Anuk und Birte auf der Heidt, 3 Monate und 34 Jahre alt
Ich wünsche mir, dass meine Hebamme noch lange in ihrem Beruf arbeiten darf

„Als ich gelesen habe, dass der Hebammenverband eine Plakatkampagne starten wird und dafür Leute sucht, habe ich mich gleich angesprochen gefühlt“, erzählt Birte auf der Heidt. Und das nicht nur, weil sie selbst gerade die Ausbildung zur Hebamme absolviert, sondern weil sie die aktuellen Entwicklungen in der Geburtshilfe für sehr bedenklich hält.

Ihre eigenen vier Kinder wurden alle zu Hause geboren. „Meine erste Tochter wollte zu schnell auf die Welt, so dass wir zu Hause bleiben mussten. Mein größtes Glück war, dass ich eine hausgeburtserfahrene Hebamme an meiner Seite hatte“, erinnert sie sich. Dieselbe Hebamme war dann auch bei meinen drei folgenden Kindern dabei. Das war Birte auf der Heidt wichtig, denn sie weiß, dass es auf den Anfang ankommt: „Die Stunden nach der Geburt waren so ruhig und so heilig - trotz des ungeplanten Geburtsortes. Und meine Hebamme war immer für uns da und kam jeden Tag für mindestens eine Stunde zu uns.“

Nach dieser ersten Erfahrung wollte sie bei den drei weiteren Geburten nicht in eine Klinik – für Birte auf der Heidt sind Geburten ohne Interventionen zu Hause eine Selbstverständlichkeit. Sie sagt, dass sie durch die Geburten persönlich sehr gewachsen ist. Dies liege in hohem Maße an den durchweg positiven Erinnerungen. Unter anderem hatte sie keine Probleme, mit den Wehen umzugehen, da sie sich frei überall in ihrem eigenen Zuhause bewegen konnte, umgeben von den Menschen, die ihr am nächsten standen – und der Hebamme.

Ihre Tochter Anuk erlebte die ersten Stunden ihres Lebens „ohne Störungen im Kreise ihrer engsten Familie“. „So konnten sich alle gegenseitig in Ruhe kennenlernen und ich konnte mit Hilfe meiner Hebamme, meiner Haushaltshilfe und meines Mannes ganz in Ruhe mein Wochenbett genießen: stillen, schlafen und kuscheln – ganz anders, als ich es täglich in der Klinik erlebe.“

Ihre eigene Mutter kann sich bei ihrer Geburt in der Klinik an viele Eingriffe erinnern. Birte auf der Heidt war eine Beckenendlage und kam aufgrund möglicher Komplikationen im Krankenhaus zur Welt. „Die Frauen waren zu der Zeit auch noch viel länger im Krankenhaus nach der Entbindung und konnten sich so in Ruhe auf das neue Leben einstellen.“

Birte auf der Heidt wünscht sich, dass noch viele Frauen solche Geburtserfahrungen wie sie machen dürfen und dies ihren Kindern erzählen können. Denn für sie wäre die Welt um einiges ärmer, wenn dieses Wissen verloren ginge. Die aktuelle Situation der Hebammen betrifft Birte auf der Heidt als werdende Hebamme auch ganz persönlich. Ihr größter beruflicher Zukunftswunsch gilt jedoch jemand anderem: „Für meine Hebamme wünsche ich mir, dass sie noch lange in ihrem Beruf arbeiten darf – so lange, wie es den Bedarf der Frauen und Familien dafür gibt, und nicht so lange die Krankenkassen das wollen!“

Kampagnenmotiv Mirko
 
Mirko Prietzsch, 35 Jahre alt
Hebamme sein ist auch eine Passion

Schwangerschaft und Geburt sind für jedes Paar eine große Herausforderung. Gerade beim ersten Kind stellen sich viele Fragen, alles ist neu. Dass Mirko Prietzsch und seine Freundin diesen neuen Lebensabschnitt ohne große Unsicherheit hinter sich gebracht haben, verdanken sie unter anderem den Hebammen auf der Station als auch der betreuenden Hebamme danach: „Ohne deren Fürsorge und Auffangen wäre alles sehr viel beunruhigender verlaufen.“

Bei der Geburt selbst war Mirko dabei: „Ich habe die Nabelschnur durchgeschnitten. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Und als ich meine Tochter dann das erste Mal in den Armen hielt, war ich im wahrsten Sinne des Wortes fertig, aber unbeschreiblich glücklich.“ Nach den ersten vier Monaten, die seine Freundin zu Hause blieb, hat er die restlichen zehn Monate in Elternzeit mit seiner Tochter verbracht.

Der Angestellte eines Architektur-Modellbauladens kann sich noch gut daran erinnern, wie sehr er manchmal in den Seilen hing. Für ihn und seine Freundin war deshalb die Unterstützung der Hebammen ungemein wichtig: „Ihre beruhigende, kompetente Ausstrahlung hat Sicherheit und Vertrauen vermittelt. Wir waren auf die Anleitung einer sanften und gleichzeitig bestimmenden Hand quasi angewiesen.“

Trotz der rundum positiven Erfahrung mit Hebammen haben beide dennoch bemerkt, dass der Berufsstand zu kämpfen hat: „Es gab schon Anzeichen, dass dieser extrem wichtige Beruf staatlich nicht sonderlich geschätzt wird und dadurch auch Einschnitte in der Länge der Betreuung gemacht werden müssen.“ Für Mirko ist das vollkommen unverständlich: „Hebamme sein ist auch eine Passion, und die muss in vollstem Maße unterstützt werden, damit auch in Zukunft werdende Mütter ein fürsorgliches Geleit erhalten.“ Deshalb hat er nicht lange überlegt, als ein guter Freund ihn auf die Plakatkampagne des Deutschen Hebammenverbandes aufmerksam gemacht hat.

Auch seine eigene Geburt verlief – wie er von seiner Mutter weiß – ohne medizinischen Eingriff und komplikationslos – mit Unterstützung der Hebammen im Krankenhaus und anschließender wöchentlicher Mutterberatung.

Hanne, 70
 
Hanne Scherer, 70 Jahre alt
Hebammen sind lebensnotwendig

Mit dieser knappen und eindeutigen Feststellung bezieht Hanne Scherer Position für Hebammen. Die Lebenserfahrung hat sie zu dieser unumstößlichen Meinung gebracht. Denn Hanne Scherer weiß aus den Erzählungen ihrer Mutter: Ohne eine Hebamme wäre sie nicht am Leben.

Hanne wurde während des Zweiten Weltkriegs während der Flucht der schwer kranken Mutter in einem Bunker geboren. Dass sie überlebt hat und Hanne gesund geboren wurde, verdanken sie einer Hebamme. „Sie hat unser späteres Familienleben ermöglicht“, berichtet Hanne Scherer. „So konnte meine Mutter mich und meine ältere Schwester behütet durch die Nachkriegsjahre bringen.“

Für Hanne Scherer war die Hebamme im Bunker lebensrettend. Aber auch unabhängig von dieser Extremsituation ist sie von der immensen Bedeutung des Berufes überzeugt. Denn wie wichtig Hebammen sind, hat sie auch bei der Geburt ihrer Tochter und ihrer Enkelkinder erlebt: „Als unerfahrene werdende Mutter braucht man die Hilfe einer Hebamme bei der Geburt und auch lange Zeit danach. Wickeln, stillen, füttern, schlafen und viele andere Selbstverständlichkeiten müssen von erfahrenen Hebammen begleitet werden. Sie sind und werden immer ein wichtiger Bestandteil der Geburt und lange Zeit danach bleiben.“

Mit dieser Überzeugung war es keine Frage, bei der Plakatkampagne des Deutschen Hebammenverbandes Gesicht zu zeigen. Erfahren hat Hanne Scherer vom Fotoshooting während eines Berlinbesuchs bei ihrer Tochter Iris und den Enkelkindern. Lange hat sie nicht überlegt: „Als Iris mir davon erzählte, fand ich die Idee, auf diese Art und Weise auf die Not der Hebammen hinzuweisen, sofort sinnvoll und spannend.“

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