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Zuhause geboren

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Für Hebammen

#zuhausegeboren –
Wie war Ihre Hausgeburt?

Frauen haben die Wahl, ihr Kind in einem Krankenhaus, Geburtshaus oder zuhause zu gebären. Dieses Wahlrecht droht jetzt eingeschränkt zu werden, weil die Krankenkassen verbindliche und nicht wissenschaflich belegte Ausschlusskriterien für Hausgeburten festlegen wollen. Sie wollen Geburten nicht mehr bezahlen, wenn zum Beispiel der errechnete Geburtstermin um ein paar Tage überschritten ist. Dadurch wird nicht nur die Wahlfreiheit der Frauen, sondern auch die Berufsausübung der Hebammen massiv eingeschränkt. Zahlreiche Menschen haben bei ihren Krankenkassen mit Briefen, einer Petition und unter dem Hashtag #meineGeburtmeineEntscheidung dagegen protestiert. Bislang leider ohne Erfolg! Hebammen und die Frauen treffen verantwortungsbewusste Entscheidungen.

Helfen Sie uns, das zu zeigen. Erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Hausgeburt! Sie können auch ohne Foto und anonym berichten.

 
 
Janine , Lübeck

Zuhause, geborgen und geschützt geboren werden, im Kreise von lieben Menschen- das war mein Wunsch für die zweite Geburt, für mein zweites Baby. Und ich bin wahnsinnig dankbar, dass sich dieser dank meiner wundervollen Hebamme erfüllen konnte.
Ich fühlte mich schon während der Vorsorge angenehm begleitet. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Geburt etwas beängstigendes ist, sondern etwas natürliches. Ein veränderndes Erlebnis, das Mutter und Kind zusammen erwachen lässt.
Die Geburt begann am 12. März, kurz vor 6 Uhr morgens.
Es war ein wunderschöner, strahlend goldener Sonnenaufgang, der den Tag erhellte. Ich spürte die ersten, noch zarten Wehen, die eine Vorahnung dessen waren, was mich in den nächsten Stunden erwartete. Schon meine erste Geburt dauerte knapp 24 Stunden, die zweite sollte um die 16 Stunden dauern.
Es war anstrengend, es war durchaus auch schmerzhaft- aber in keinem Moment hatte ich das Gefühl, woanders als zuhause besser aufgehoben zu sein.
Als nach dem gemeinsamen Bad mit meinem ersten Kind die Fruchtblase platzte, kam meine Hebamme dauerhaft hinzu.
Sie beeinflusste mich nicht, gab mir keine Anweisungen. Sie war einfach nur da und strahlte Ruhe und Zuversicht aus.
Hin und wieder machte sie Vorschläge, was mir jetzt gut tun könnte, und meist lag sie damit richtig. In der letzten halben Stunde kam noch die zweite Hebamme dazu, die die Atmosphäre nicht störte, sondern sich ebenso ruhig und gelassen zu uns gesellte.
Unser zweiter Sohn wurde im Wohnzimmer geboren, umgeben von warmen, indirekten Lichtquellen. Mein Mann, meine beiden Söhne und ich kuschelten auf der Couch, und als wir müde wurden, gingen wir alle zusammen ins Bett, erschöpft und überglücklich.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, lieber im Krankenhaus zu sein- da ich mich durch die Professionalität und das Wissen und Können der beiden Hebammen immer gut begleitet fühlte. Ich fühlte mich gesehen und in meinen Wünschen geachtet, was im Krankenhaus leider nicht immer der Fall ist (häufig nicht einmal beabsichtigt).
Ich wünsche mir, dass noch vielen weiteren Frauen die Möglichkeit gegeben wird, im Einklang mit sich und im Kontakt mit ihrem Baby ihr Kind in die Welt zu begleiten. Denn eine Geburt ist nicht eine klinische, medizinisch-rationale „Ent-bindung“: sondern der Beginn einer lebenslangen, innigen und wunderbaren Verbindung.

 
Maria , Münster

Unsere vier quicklebendigen Kinder erfüllen unser Leben mit Freude. Drei von ihnen wurden zu Hause geboren. Wenn ich an diese Ereignisse zurück denke muss ich jedesmal lächeln und der Gedanke, dass unsere Familienplanung nun jetzt wohl abgeschlossen ist erfüllt mich mit Wehmut.
Die Hochzeit als schönster Tag im Leben einer Frau??? Pah!!! Nie im Leben zuvor war ich so glücklich wie an den Tagen der Geburt meiner Kinder. So muss sich der erste Mensch gefühlt haben als es ihm gelang Feuer zu machen. Ich bin im Stande Großartiges zu vollbringen. Meine Hebammen waren jedesmal Gold wert. Sie haben mir den Rücken in jeder Hinsicht gestärkt und haben zurückhaltende Präsenz gezeigt. Mein Mann sagte scherzhaft einmal: "Wofür haben die überhaupt Geld bekommen? Sie haben doch nichts gemacht." Ich widerspreche ihm vehement: Sie haben mir das Umfeld geboten in dem meine Kinder störungsfrei aus meiner Kraft geborene werden konnten. In meine eigenen Hände hinein. Berühre ich heute noch die Köpfe meiner Kinder bekomme ich positive Flashbacks: Sie und ich haben das gemeinsame in unserem Tempo geschafft. Kein Misstrauen in meinen oder ihren Körper hat die Geburt bestimmt. Ich bin meinen Hebammen unendlich dankbar und hoffe, dass auch meine Kinder in den Genuss einer solchen Geburtshilfe kommen können.

 
Nadine , Ahrensburg

Der erste positive Schwangerschaftstest - ab zum Frauenarzt - wohin auch sonst! Und dann schön nach Fahrplan - jedes Mal Ultraschall, jede Kleinigkeit abklären? Wenigstens gegen die Doppler-Untersuchung, die Fruchtwasseruntersuchung und ein CTG vor dem ET habe ich mich "gewehrt". Warum auch? Beim Arzt wird mit der Angst und Unsicherheit der Patientinnen gearbeitet. Für eine Hausgeburt hatte ich mich dennoch entschieden. Leider haben die Wehen schon recht früh und intensiv begonnen, so dass wir nach vielen Stunden ins Krankenhaus umziehen mussten um einfach mal zwischendurch auszuruhen. Zum Glück ein sehr patientinnenfreundliches Krankenhaus - man hat mich über alles entscheiden lassen - was im Krankenhaus leider nicht immer selbstverständlich ist.

Bei der 2. Schwangerschaft war ich dann schon viel entspannter. Nach dem positiven Test hab ich erstmal meine Hebamme angerufen. Muss ich zum Frauenarzt? Nein - sehr gut - also diesmal keine Stunden im Wartezimmer, unzählige Ultraschalluntersuchungen usw. Die Vorsorge habe ich fast komplett bei meiner Hebamme gemacht.
Einen Frauenarztbesuch konnte ich leider nicht verhindern. 3 Tage über ET ist die Vorsorge beim Frauenarzt Pflicht. Dort hat man mir dann schön ein schlechtes Gewissen eingeredet, Schwangerschaft ganz ohne Ultraschall - unmöglich laut der Ärztin - leider habe ich mich so verunsichern lassen, dass ich dann doch eine Ultraschalluntersuchung hatte. Total unnötig, wie mir danach wieder klar wurde. Das Einleiten der Geburt wurde mir nahegelegt - weil das Kind zu groß ist. Das habe ich einfach mal überhört.

Nach einem kurzen Gespräch mit meiner Hebamme war ich auch wieder ganz in meiner Spur. Die Babies kommen schon von ganz alleine raus, wenn sie soweit sind. Und so war es auch 2 Tage später. Schneller als gedacht hat sich Kind Nr. 2 auf den Weg gemacht und kam gesund wie geplant zu Hause zur Welt. Leider etwas zu schnell für die Hebamme, aber die hatte immer noch genug zu tun, als die 20 min nach der Geburt bei uns eingetroffen ist ;-)
Ich würde mich immer wieder für eine Hausgeburt entscheiden. Entspannter kann es nicht sein! Das erste Kennenlernen allein, ohne schreiende Babies im Hintergrund, ohne andere Familie auf dem Zimmer, ohne gut gemeinte Ratschläge von verschiedenen Krankenschwestern etc.

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Irina , Backnang

Nachdem unsere "Große" im Geburtshaus das Licht der Welt erblicken durfte, haben wir uns beim zweiten Mal wie selbstverständlich für eine Hausgeburt entschieden.
Bei beiden Geburten war ich überwältigt von der Intensität des Geschehens.
Und im Nachhinein bin ich so stolz auf dass, was wir da geleistet haben. Mein Baby, meine Hebamme, mein Mann und ich. Es hat mich sehr verändert. Schon nach dem ersten Mal und nochmal beim Zweiten! Ich finde es stimmt, wenn man sagt "eine Mutter wird geboren".
Ich will dieses Erlebnis um keinen Preis mehr missen und ich kann jeder Schwangeren nur ans Herz legen ihr Kind ohne Medikamente zu bekommen, ganz natürlich und kraftvoll und vor allem mit der SICHERHEIT die einem die Hebammen geben die 1:1 betreuen. Die die gesammte Geburt bei einem sind und dadurch weder etwas verpassen noch die Unsicherheit aufkommen lassen die entsteht, wenn man alleingelassen ist.

 
Birgit , Anger

Ich habe ein Sternchen, danach zwei Babys im Krankenhaus bekommen und unsere Vierte durfte daheim das Licht der Welt erblicken.
Ich muss zugeben, ich war bei den ersten Kindern einfach uninformiert. Ich dachte man geht zum Arzt, wenn man einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält (wie leider im Beipackzettel steht) zur Vorsorge auch und ins Krankenhaus, um das Kind zu bekommen. Ich war nach unserer ersten "glücklos endenden Schwangerschaft" auch sehr besorgt und sehr "Arzthörig"... wie viele Ultraschalls und CTGs habe ich machen lassen *kopfschüttel* aber ich war einfach noch nicht soweit, ich dachte, man macht das so, und es sei alles zum Wohle von Mutter und Kind... Bei den Krankenhausgeburten wurde mir immer sofort eine PDA angeboten und ich wurde beim Gebären immer wieder "unterbrochen", weil jemand den Kreißsaal betrat, mich untersuchen wollte, ans CTG hängen, mir Schmerzmittel anbot.... Diese Geburten dauerten lang und waren schmerzhaft. Ich verweigerte allerdings Schmerzmittel, CTG und Muttermundgefummele ließ ich über mich ergehen. Erst viel später wurde mir bewusst, dass unser System hier in Deutschland einfach gegen gesunde Eltern und gesunde Kinder ist. Ein Krankenhaus, das eine komplikationslose Geburt mit gesunder Mutter und gesundem Kind begleitet, kann nichts abrechnen. Bitter für uns Mütter und Kinder, aber so ist es. Sobald interveniert wird, kann auch was abgerechnet werden. *kopfschüttel* Von daher ist "Sicherheit für Mutter und Kind" in einem Krankenhaus schon mal nicht gewährleistet. Ich bin sehr dankbar, dass mein Mann voll hinter mir stand und sich auf die Idee Hausgeburt einließ und wir es dann auch umsetzen konnten.
Bei unserer Vierten war ich dann endlich soweit, dass ich mich informierte. Ich hab nach langem suchen noch eine Hebamme gefunden, die bei uns Hausgeburten betreut (es gab nur noch eine!?! in einem 80km Radius bei uns!!!) und ich hatte Glück, dass unser Geburtszeitraum noch knapp vor ihren Jahresurlaub viel. Meine Schwester, die ET zwei Wochen später hatte, hatte dieses Glück nicht mehr und konnte ihren Sohn nicht daheim bekommen!
Alleine die Vorsorge durch die Hebamme war schon so viel angenehmer als beim Arzt. Keine Ultraschalls, kein CTG, kein Baby, das versucht sich zu "verstecken"... Keine langen Wartezeiten in der Praxis. Ich fuhr ein paar mal zu ihr in ihre Hebammenpraxis, aber dort gibt es keine Wartezeiten - und gegen Ende der Schwangerschaft machte sie dann Hausbesuche, was ich sehr genoss.
Die Geburt selbst war wunderschön. Es war traumhaft, nicht das Haus verlassen zu müssen, nicht unterbrochen zu werden, "meine" Hebamme in der Nähe zu wissen, und auch zu wissen, dass sie nicht nebenbei auch noch andere Geburten betreut. Ich konnte mich frei bewegen, und meinen Körper seine ganzen wunderbaren "Hilfen" starten lassen. Die Hormoncocktails, die unser weiblicher Körper genau zur richtigen Zeit in der richtigen Menge ausschüttet, um Gewebe elastisch zu machen, um keine Schmerzen zu haben. Meine Hebamme hat sich mit einem Buch an den Esszimmertisch gesetzt und war einfach nur da. Sie hielt sich im Hintergrund, den Geburtsverlauf sah sie mir an, oder ertastete über die Bauchdecke. Sie massierte mich mit einem Öl, es war einfach, es war vertraut, wir lachten, es war wunderschön. Ich habe eine schmerzfreie Geburt erleben dürfen, weil ich in meinem gewohnten Umfeld, mit der Sicherheit einer Hebamme und ohne Eingriffe gebären durfte. Ich hatte meine Hebamme mehrfach gefragt, ob sie nicht wieder heimfahren wolle, weil ich dachte einen Geburststillstand zu haben... ich konnte es nicht fassen, dass man, bzw. dass ich eine schmerzfreie Geburt erleben dürfe! Aber sie lächelte mich nur an, und meinte, mach, was Du machst, es läuft alles prima, weiter so :-) Selbst bei den Presswehen war nur Druck zu spüren, kein Schmerz, keine Geburtsverletzungen. Meine mittlere Tochter war dann sogar dabei, als ihre Schwester auf die Welt kam. Ein beeindruckendes, wunderschönes Erlebnis. Sie erzählt heute noch über die Geburt, dass die Mama auf dem Hocker sitzt und die Hebamme "die Mama am Popo kitzelt und dann kommt da das Baby raus" *lol*. Die ganze Hebammenbetreuung, also dass Vorsorge, Geburt und Wochenbett in einer Hand waren, war so ein Geschenk. Das hatte ich bei den anderen nicht, und so ist man als Frau mit seinem Geburtserlebnis allein und es gibt so viele unschöne Geburtserlebnisse, die erstens nicht sein müssten und zweitens nicht aufgearbeitet werden können!
Ich wünsche mir so sehr, dass meine Schwestern und Schwägerinnen und meine eigenen drei Mädels selbst mal die Gelegenheit haben dürfen, ihre Babys daheim zu gebären. Wir Frauen müssen nicht "von den Kindern entbunden werden". Wir sind perfekt dafür geschaffen, sie selbst auf die Welt zu bringen. Wenn uns niemand dabei stört!
Eine Hausgeburt mit Hebammenbetreuung ist in meinen Augen die sicherste Art, ein Baby zu bekommen (denn im Notfall, weiß die Hebamme, was zu tun ist, oder auch ob verlegt werden muss...) eine Hausgeburt ist wunderschön und kann ich nur jedem empfehlen. Was wir machen, wenn "unsere" Hebamme keine Hausgeburten mehr anbieten kann und sich auch keine jüngere Kollegin hierher verirrt? Keine Ahnung, eine Alleingeburt wahrscheinlich. Eine Krankenhausgeburt ist nichts für Anfänger. Aber es wird uns suggeriert. Ich hoffe, dass sich der Hebammenverband für die freiberuflichen Hebammen einsetzt und dass das Wissen der Hausgeburtshebammen und deren Tätigkeit noch vielen Frauen und Generationen erhalten bleibt!

 
Stefanie H. , Frankfurt am Main

Durch meine Schwester kannte ich das Konzept des Geburtshauses und fand die Idee toll. Eine persönliche, angenehme und ruhige Atmosphäre, bekannte Gesichter, eine Hebamme, die nicht zwischen mehreren Geburten hin- und hereilen, sondern nur für uns da sein würde, und die uns außerdem durch die Vorsorge kennen und daher auf ihr Urteil und ihre Erfahrung vertrauen würde - das klang richtig gut. Natürlich bedeutete das auch, ohne Schmerzmittel im eigentlichen Sinne auszukommen und ggf. in die Klinik verlegt zu werden, wenn etwas wäre. Nach etwas Überlegung merkten wir, dass der Bauch ohnehin längst entschieden hatte. Und so fuhren wir einige Stunden nach Einsetzen der Wehen ins Geburtshaus. Dort wurden wir wunderbar betreut, und die Geburt war ein unvergessliches, unfassbares Erlebnis, an das wir oft und sehr gerne zurückdenken. Die Anleitung und Unterstützung (statt medizinischer Überwachung und Behandlung im Kliniksinne) waren perfekt. Auch nach der Geburt gab es ausreichend Zeit und Ruhe - zum Ankommen, zur Ruhe kommen, Stillen, Kennenlernen und dazu, dieses lebensverändernde Wunder zu genießen. Danach ging es spät abends nach Hause, in unsere gewohnt Umgebung, in der wir die erste Nacht zu dritt verbrachten. Wir gingen voller Dankbarkeit, Glück und Erschöpfung und mit dem guten Gefühl: Direkt am nächsten Morgen kommt unsere Hebamme zu uns und betreut uns im Wochenbett weiter.

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