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Zuhause geboren

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Für Hebammen

#zuhausegeboren –
Wie war Ihre Hausgeburt?

Frauen haben die Wahl, ihr Kind in einem Krankenhaus, Geburtshaus oder zuhause zu gebären. Dieses Wahlrecht droht jetzt eingeschränkt zu werden, weil die Krankenkassen verbindliche und nicht wissenschaflich belegte Ausschlusskriterien für Hausgeburten festlegen wollen. Sie wollen Geburten nicht mehr bezahlen, wenn zum Beispiel der errechnete Geburtstermin um ein paar Tage überschritten ist. Dadurch wird nicht nur die Wahlfreiheit der Frauen, sondern auch die Berufsausübung der Hebammen massiv eingeschränkt. Zahlreiche Menschen haben bei ihren Krankenkassen mit Briefen, einer Petition und unter dem Hashtag #meineGeburtmeineEntscheidung dagegen protestiert. Bislang leider ohne Erfolg! Hebammen und die Frauen treffen verantwortungsbewusste Entscheidungen.

Helfen Sie uns, das zu zeigen. Erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Hausgeburt! Sie können auch ohne Foto und anonym berichten.

 
Bänsch
 
Bänsch , Wolfsburg

Die beste Entscheidung für mich

Als zuhause geborenes Badewannen-Baby lag der Gedanke mein erstes Baby zu Hause zu bekommen nahe. Zunächst beschäftigten wir uns jedoch mit einer möglichen Klinik für die Geburt. Doch je länger wir das taten, desto mehr fühlte ich mich unwohl bei dem Gedanken.

Als wir uns schließlich für die Hausgeburt entschieden, fiel eine Last von meinen Schultern.

Kein Krankenhausgewusel.

Nur mein Mann & meine Hebamme, meine eigenen vier Wände und jede Freiheit eine selbstbestimmte Geburt zu erleben.

Als morgens die Wehen begonnen , dachte ich erst: "Ist es das jetzt wirklich oder bilde ich es mir nur ein?“. Ich wusste nicht, wie es sich anfühlen würde, aber die Wehen hielten an und wurden regelmäßiger. Gegen Mittag war zufällig eine meiner 2 Hebammen da und bestätigte mich mit den Worten: "heute oder morgen kommt dein Baby!"

JA, richtig gehört. Zwei Hebammen! Eine Geburtshebamme und eine für die Betreuung vorher und für das Wochenbett. Hebammen sind rar & meine Geburtshebamme wohnt etwa 90 km von mir entfernt. Nach vielen Absagen hatte ich am Ende doch ein super Team an meiner Seite.

Nachdem ich bei meinem Frauenarzt in der 38. Schwangerschaftswoche "entlassen" wurde, weil ich keinen Dauer-Baby-Watching-Ultraschall-Circus veranstalten wollte (und meine Haut stark auf das Gel reagierte) und dann auch kein CTG mehr erlaubt habe, fingen mich meine Hebammen auf und übernahmen die Vorsorge bis zum großen Tag. Da die Ärztin sich die Verantwortung nicht mit der Hebamme teilen wollte (oder einfach zu wenig Geld an mir verdiente?), wurde ich noch einmal bestätigt, dass die Hausgeburt das Richtige ist.

… Als ich schließlich am nächsten Morgen dieses von Gott geschenkte Wunder auf meiner Brust liegen hatte, waren wir umgeben von einem Moment des Friedens. Gott ist gut und er hat Bewahrung geschenkt.

In was für einer Welt leben wir? Eine Geburt ist das natürlichste der Welt und das System behandelt dich wie einen Patienten.

Ob ich mich wieder für eine Hausgeburt und Hebammenbetreuung entscheiden würde? Zu 100%. Ich freue mich schon darauf.

Franziska Sedlmaier
 
Franziska Sedlmaier , Reichling

Ich hatte 4 wundervolle Hausgeburten!
Die erste sollte mich auf die Probe stellen - BEL! Aber ich habe zum Glück eine tolle Hebamme gefunden, die alles ganz ruhig und gelassen angegangen ist und der Natur vertraut hat!
Ich wollte von Anfang an zuhause gebären, weil es sich für mich so einfach am natürlichsten und richtigsten angefühlt hat. Ich war zuvor schön bei zwei Klinikgeburten dabei gewesen und habe mich daher bewusst für eine Hausgeburt entschieden.
Und es war genau die richtige Entscheidung!
Ich hätte mir nie vorstellen können, mich während der Geburt an einen "fremden" Ort zu begeben! Zuhause kann ich tun und lassen was ich will, habe alles was ich zum wohlfühlen brauche, fühle mich geborgen und die Hebamme ist mein Gast bzw. wie eine gute Freundin, die zu Besuch ist und sich nach meinen Wünschen richtet!
Auch super wertvoll: unterschiedlich von Geburt zu Geburt waren meine anderen Kinder, meine Mutter, meine Schwester und sogar das Nachbarskind voller Staunen dabei! Was für eine schöne Erfahrung für uns alle als Familie!!!
Es muss weiterhin freigestellt bleiben, wo Mütter ihre Babys zur Welt bringen möchten, da sonst die Komplikationsrate wegen Nicht-Wohlfühlens und steigender Anzahl Alleingurten definitiv ansteigen wird und das kann nicht im Sinne unseres Gesundheitssystems sein!!!
JEDE Mutter muss dort entbinden können, wo sich sich wohl und sicher fühlt - zuhause, im Geburtshaus oder auch in der Klinik!

 
Janine , Lübeck

Zuhause, geborgen und geschützt geboren werden, im Kreise von lieben Menschen- das war mein Wunsch für die zweite Geburt, für mein zweites Baby. Und ich bin wahnsinnig dankbar, dass sich dieser dank meiner wundervollen Hebamme erfüllen konnte.
Ich fühlte mich schon während der Vorsorge angenehm begleitet. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Geburt etwas beängstigendes ist, sondern etwas natürliches. Ein veränderndes Erlebnis, das Mutter und Kind zusammen erwachen lässt.
Die Geburt begann am 12. März, kurz vor 6 Uhr morgens.
Es war ein wunderschöner, strahlend goldener Sonnenaufgang, der den Tag erhellte. Ich spürte die ersten, noch zarten Wehen, die eine Vorahnung dessen waren, was mich in den nächsten Stunden erwartete. Schon meine erste Geburt dauerte knapp 24 Stunden, die zweite sollte um die 16 Stunden dauern.
Es war anstrengend, es war durchaus auch schmerzhaft- aber in keinem Moment hatte ich das Gefühl, woanders als zuhause besser aufgehoben zu sein.
Als nach dem gemeinsamen Bad mit meinem ersten Kind die Fruchtblase platzte, kam meine Hebamme dauerhaft hinzu.
Sie beeinflusste mich nicht, gab mir keine Anweisungen. Sie war einfach nur da und strahlte Ruhe und Zuversicht aus.
Hin und wieder machte sie Vorschläge, was mir jetzt gut tun könnte, und meist lag sie damit richtig. In der letzten halben Stunde kam noch die zweite Hebamme dazu, die die Atmosphäre nicht störte, sondern sich ebenso ruhig und gelassen zu uns gesellte.
Unser zweiter Sohn wurde im Wohnzimmer geboren, umgeben von warmen, indirekten Lichtquellen. Mein Mann, meine beiden Söhne und ich kuschelten auf der Couch, und als wir müde wurden, gingen wir alle zusammen ins Bett, erschöpft und überglücklich.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, lieber im Krankenhaus zu sein- da ich mich durch die Professionalität und das Wissen und Können der beiden Hebammen immer gut begleitet fühlte. Ich fühlte mich gesehen und in meinen Wünschen geachtet, was im Krankenhaus leider nicht immer der Fall ist (häufig nicht einmal beabsichtigt).
Ich wünsche mir, dass noch vielen weiteren Frauen die Möglichkeit gegeben wird, im Einklang mit sich und im Kontakt mit ihrem Baby ihr Kind in die Welt zu begleiten. Denn eine Geburt ist nicht eine klinische, medizinisch-rationale „Ent-bindung“: sondern der Beginn einer lebenslangen, innigen und wunderbaren Verbindung.

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Maria , Münster

Unsere vier quicklebendigen Kinder erfüllen unser Leben mit Freude. Drei von ihnen wurden zu Hause geboren. Wenn ich an diese Ereignisse zurück denke muss ich jedesmal lächeln und der Gedanke, dass unsere Familienplanung nun jetzt wohl abgeschlossen ist erfüllt mich mit Wehmut.
Die Hochzeit als schönster Tag im Leben einer Frau??? Pah!!! Nie im Leben zuvor war ich so glücklich wie an den Tagen der Geburt meiner Kinder. So muss sich der erste Mensch gefühlt haben als es ihm gelang Feuer zu machen. Ich bin im Stande Großartiges zu vollbringen. Meine Hebammen waren jedesmal Gold wert. Sie haben mir den Rücken in jeder Hinsicht gestärkt und haben zurückhaltende Präsenz gezeigt. Mein Mann sagte scherzhaft einmal: "Wofür haben die überhaupt Geld bekommen? Sie haben doch nichts gemacht." Ich widerspreche ihm vehement: Sie haben mir das Umfeld geboten in dem meine Kinder störungsfrei aus meiner Kraft geborene werden konnten. In meine eigenen Hände hinein. Berühre ich heute noch die Köpfe meiner Kinder bekomme ich positive Flashbacks: Sie und ich haben das gemeinsame in unserem Tempo geschafft. Kein Misstrauen in meinen oder ihren Körper hat die Geburt bestimmt. Ich bin meinen Hebammen unendlich dankbar und hoffe, dass auch meine Kinder in den Genuss einer solchen Geburtshilfe kommen können.

 
Nadine , Ahrensburg

Der erste positive Schwangerschaftstest - ab zum Frauenarzt - wohin auch sonst! Und dann schön nach Fahrplan - jedes Mal Ultraschall, jede Kleinigkeit abklären? Wenigstens gegen die Doppler-Untersuchung, die Fruchtwasseruntersuchung und ein CTG vor dem ET habe ich mich "gewehrt". Warum auch? Beim Arzt wird mit der Angst und Unsicherheit der Patientinnen gearbeitet. Für eine Hausgeburt hatte ich mich dennoch entschieden. Leider haben die Wehen schon recht früh und intensiv begonnen, so dass wir nach vielen Stunden ins Krankenhaus umziehen mussten um einfach mal zwischendurch auszuruhen. Zum Glück ein sehr patientinnenfreundliches Krankenhaus - man hat mich über alles entscheiden lassen - was im Krankenhaus leider nicht immer selbstverständlich ist.

Bei der 2. Schwangerschaft war ich dann schon viel entspannter. Nach dem positiven Test hab ich erstmal meine Hebamme angerufen. Muss ich zum Frauenarzt? Nein - sehr gut - also diesmal keine Stunden im Wartezimmer, unzählige Ultraschalluntersuchungen usw. Die Vorsorge habe ich fast komplett bei meiner Hebamme gemacht.
Einen Frauenarztbesuch konnte ich leider nicht verhindern. 3 Tage über ET ist die Vorsorge beim Frauenarzt Pflicht. Dort hat man mir dann schön ein schlechtes Gewissen eingeredet, Schwangerschaft ganz ohne Ultraschall - unmöglich laut der Ärztin - leider habe ich mich so verunsichern lassen, dass ich dann doch eine Ultraschalluntersuchung hatte. Total unnötig, wie mir danach wieder klar wurde. Das Einleiten der Geburt wurde mir nahegelegt - weil das Kind zu groß ist. Das habe ich einfach mal überhört.

Nach einem kurzen Gespräch mit meiner Hebamme war ich auch wieder ganz in meiner Spur. Die Babies kommen schon von ganz alleine raus, wenn sie soweit sind. Und so war es auch 2 Tage später. Schneller als gedacht hat sich Kind Nr. 2 auf den Weg gemacht und kam gesund wie geplant zu Hause zur Welt. Leider etwas zu schnell für die Hebamme, aber die hatte immer noch genug zu tun, als die 20 min nach der Geburt bei uns eingetroffen ist ;-)
Ich würde mich immer wieder für eine Hausgeburt entscheiden. Entspannter kann es nicht sein! Das erste Kennenlernen allein, ohne schreiende Babies im Hintergrund, ohne andere Familie auf dem Zimmer, ohne gut gemeinte Ratschläge von verschiedenen Krankenschwestern etc.

 
Irina , Backnang

Nachdem unsere "Große" im Geburtshaus das Licht der Welt erblicken durfte, haben wir uns beim zweiten Mal wie selbstverständlich für eine Hausgeburt entschieden.
Bei beiden Geburten war ich überwältigt von der Intensität des Geschehens.
Und im Nachhinein bin ich so stolz auf dass, was wir da geleistet haben. Mein Baby, meine Hebamme, mein Mann und ich. Es hat mich sehr verändert. Schon nach dem ersten Mal und nochmal beim Zweiten! Ich finde es stimmt, wenn man sagt "eine Mutter wird geboren".
Ich will dieses Erlebnis um keinen Preis mehr missen und ich kann jeder Schwangeren nur ans Herz legen ihr Kind ohne Medikamente zu bekommen, ganz natürlich und kraftvoll und vor allem mit der SICHERHEIT die einem die Hebammen geben die 1:1 betreuen. Die die gesammte Geburt bei einem sind und dadurch weder etwas verpassen noch die Unsicherheit aufkommen lassen die entsteht, wenn man alleingelassen ist.

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