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Zuhause geboren

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Für Hebammen

#zuhausegeboren –
Wie war Ihre Hausgeburt?

Frauen haben die Wahl, ihr Kind in einem Krankenhaus, Geburtshaus oder zuhause zu gebären. Dieses Wahlrecht droht jetzt eingeschränkt zu werden, weil die Krankenkassen verbindliche und nicht wissenschaflich belegte Ausschlusskriterien für Hausgeburten festlegen wollen. Sie wollen Geburten nicht mehr bezahlen, wenn zum Beispiel der errechnete Geburtstermin um ein paar Tage überschritten ist. Dadurch wird nicht nur die Wahlfreiheit der Frauen, sondern auch die Berufsausübung der Hebammen massiv eingeschränkt. Zahlreiche Menschen haben bei ihren Krankenkassen mit Briefen, einer Petition und unter dem Hashtag #meineGeburtmeineEntscheidung dagegen protestiert. Bislang leider ohne Erfolg! Hebammen und die Frauen treffen verantwortungsbewusste Entscheidungen.

Helfen Sie uns, das zu zeigen. Erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Hausgeburt! Sie können auch ohne Foto und anonym berichten.

 
 
Irina , Backnang

Nachdem unsere "Große" im Geburtshaus das Licht der Welt erblicken durfte, haben wir uns beim zweiten Mal wie selbstverständlich für eine Hausgeburt entschieden.
Bei beiden Geburten war ich überwältigt von der Intensität des Geschehens.
Und im Nachhinein bin ich so stolz auf dass, was wir da geleistet haben. Mein Baby, meine Hebamme, mein Mann und ich. Es hat mich sehr verändert. Schon nach dem ersten Mal und nochmal beim Zweiten! Ich finde es stimmt, wenn man sagt "eine Mutter wird geboren".
Ich will dieses Erlebnis um keinen Preis mehr missen und ich kann jeder Schwangeren nur ans Herz legen ihr Kind ohne Medikamente zu bekommen, ganz natürlich und kraftvoll und vor allem mit der SICHERHEIT die einem die Hebammen geben die 1:1 betreuen. Die die gesammte Geburt bei einem sind und dadurch weder etwas verpassen noch die Unsicherheit aufkommen lassen die entsteht, wenn man alleingelassen ist.

 
Birgit , Anger

Ich habe ein Sternchen, danach zwei Babys im Krankenhaus bekommen und unsere Vierte durfte daheim das Licht der Welt erblicken.
Ich muss zugeben, ich war bei den ersten Kindern einfach uninformiert. Ich dachte man geht zum Arzt, wenn man einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält (wie leider im Beipackzettel steht) zur Vorsorge auch und ins Krankenhaus, um das Kind zu bekommen. Ich war nach unserer ersten "glücklos endenden Schwangerschaft" auch sehr besorgt und sehr "Arzthörig"... wie viele Ultraschalls und CTGs habe ich machen lassen *kopfschüttel* aber ich war einfach noch nicht soweit, ich dachte, man macht das so, und es sei alles zum Wohle von Mutter und Kind... Bei den Krankenhausgeburten wurde mir immer sofort eine PDA angeboten und ich wurde beim Gebären immer wieder "unterbrochen", weil jemand den Kreißsaal betrat, mich untersuchen wollte, ans CTG hängen, mir Schmerzmittel anbot.... Diese Geburten dauerten lang und waren schmerzhaft. Ich verweigerte allerdings Schmerzmittel, CTG und Muttermundgefummele ließ ich über mich ergehen. Erst viel später wurde mir bewusst, dass unser System hier in Deutschland einfach gegen gesunde Eltern und gesunde Kinder ist. Ein Krankenhaus, das eine komplikationslose Geburt mit gesunder Mutter und gesundem Kind begleitet, kann nichts abrechnen. Bitter für uns Mütter und Kinder, aber so ist es. Sobald interveniert wird, kann auch was abgerechnet werden. *kopfschüttel* Von daher ist "Sicherheit für Mutter und Kind" in einem Krankenhaus schon mal nicht gewährleistet. Ich bin sehr dankbar, dass mein Mann voll hinter mir stand und sich auf die Idee Hausgeburt einließ und wir es dann auch umsetzen konnten.
Bei unserer Vierten war ich dann endlich soweit, dass ich mich informierte. Ich hab nach langem suchen noch eine Hebamme gefunden, die bei uns Hausgeburten betreut (es gab nur noch eine!?! in einem 80km Radius bei uns!!!) und ich hatte Glück, dass unser Geburtszeitraum noch knapp vor ihren Jahresurlaub viel. Meine Schwester, die ET zwei Wochen später hatte, hatte dieses Glück nicht mehr und konnte ihren Sohn nicht daheim bekommen!
Alleine die Vorsorge durch die Hebamme war schon so viel angenehmer als beim Arzt. Keine Ultraschalls, kein CTG, kein Baby, das versucht sich zu "verstecken"... Keine langen Wartezeiten in der Praxis. Ich fuhr ein paar mal zu ihr in ihre Hebammenpraxis, aber dort gibt es keine Wartezeiten - und gegen Ende der Schwangerschaft machte sie dann Hausbesuche, was ich sehr genoss.
Die Geburt selbst war wunderschön. Es war traumhaft, nicht das Haus verlassen zu müssen, nicht unterbrochen zu werden, "meine" Hebamme in der Nähe zu wissen, und auch zu wissen, dass sie nicht nebenbei auch noch andere Geburten betreut. Ich konnte mich frei bewegen, und meinen Körper seine ganzen wunderbaren "Hilfen" starten lassen. Die Hormoncocktails, die unser weiblicher Körper genau zur richtigen Zeit in der richtigen Menge ausschüttet, um Gewebe elastisch zu machen, um keine Schmerzen zu haben. Meine Hebamme hat sich mit einem Buch an den Esszimmertisch gesetzt und war einfach nur da. Sie hielt sich im Hintergrund, den Geburtsverlauf sah sie mir an, oder ertastete über die Bauchdecke. Sie massierte mich mit einem Öl, es war einfach, es war vertraut, wir lachten, es war wunderschön. Ich habe eine schmerzfreie Geburt erleben dürfen, weil ich in meinem gewohnten Umfeld, mit der Sicherheit einer Hebamme und ohne Eingriffe gebären durfte. Ich hatte meine Hebamme mehrfach gefragt, ob sie nicht wieder heimfahren wolle, weil ich dachte einen Geburststillstand zu haben... ich konnte es nicht fassen, dass man, bzw. dass ich eine schmerzfreie Geburt erleben dürfe! Aber sie lächelte mich nur an, und meinte, mach, was Du machst, es läuft alles prima, weiter so :-) Selbst bei den Presswehen war nur Druck zu spüren, kein Schmerz, keine Geburtsverletzungen. Meine mittlere Tochter war dann sogar dabei, als ihre Schwester auf die Welt kam. Ein beeindruckendes, wunderschönes Erlebnis. Sie erzählt heute noch über die Geburt, dass die Mama auf dem Hocker sitzt und die Hebamme "die Mama am Popo kitzelt und dann kommt da das Baby raus" *lol*. Die ganze Hebammenbetreuung, also dass Vorsorge, Geburt und Wochenbett in einer Hand waren, war so ein Geschenk. Das hatte ich bei den anderen nicht, und so ist man als Frau mit seinem Geburtserlebnis allein und es gibt so viele unschöne Geburtserlebnisse, die erstens nicht sein müssten und zweitens nicht aufgearbeitet werden können!
Ich wünsche mir so sehr, dass meine Schwestern und Schwägerinnen und meine eigenen drei Mädels selbst mal die Gelegenheit haben dürfen, ihre Babys daheim zu gebären. Wir Frauen müssen nicht "von den Kindern entbunden werden". Wir sind perfekt dafür geschaffen, sie selbst auf die Welt zu bringen. Wenn uns niemand dabei stört!
Eine Hausgeburt mit Hebammenbetreuung ist in meinen Augen die sicherste Art, ein Baby zu bekommen (denn im Notfall, weiß die Hebamme, was zu tun ist, oder auch ob verlegt werden muss...) eine Hausgeburt ist wunderschön und kann ich nur jedem empfehlen. Was wir machen, wenn "unsere" Hebamme keine Hausgeburten mehr anbieten kann und sich auch keine jüngere Kollegin hierher verirrt? Keine Ahnung, eine Alleingeburt wahrscheinlich. Eine Krankenhausgeburt ist nichts für Anfänger. Aber es wird uns suggeriert. Ich hoffe, dass sich der Hebammenverband für die freiberuflichen Hebammen einsetzt und dass das Wissen der Hausgeburtshebammen und deren Tätigkeit noch vielen Frauen und Generationen erhalten bleibt!

 
Stefanie H. , Frankfurt am Main

Durch meine Schwester kannte ich das Konzept des Geburtshauses und fand die Idee toll. Eine persönliche, angenehme und ruhige Atmosphäre, bekannte Gesichter, eine Hebamme, die nicht zwischen mehreren Geburten hin- und hereilen, sondern nur für uns da sein würde, und die uns außerdem durch die Vorsorge kennen und daher auf ihr Urteil und ihre Erfahrung vertrauen würde - das klang richtig gut. Natürlich bedeutete das auch, ohne Schmerzmittel im eigentlichen Sinne auszukommen und ggf. in die Klinik verlegt zu werden, wenn etwas wäre. Nach etwas Überlegung merkten wir, dass der Bauch ohnehin längst entschieden hatte. Und so fuhren wir einige Stunden nach Einsetzen der Wehen ins Geburtshaus. Dort wurden wir wunderbar betreut, und die Geburt war ein unvergessliches, unfassbares Erlebnis, an das wir oft und sehr gerne zurückdenken. Die Anleitung und Unterstützung (statt medizinischer Überwachung und Behandlung im Kliniksinne) waren perfekt. Auch nach der Geburt gab es ausreichend Zeit und Ruhe - zum Ankommen, zur Ruhe kommen, Stillen, Kennenlernen und dazu, dieses lebensverändernde Wunder zu genießen. Danach ging es spät abends nach Hause, in unsere gewohnt Umgebung, in der wir die erste Nacht zu dritt verbrachten. Wir gingen voller Dankbarkeit, Glück und Erschöpfung und mit dem guten Gefühl: Direkt am nächsten Morgen kommt unsere Hebamme zu uns und betreut uns im Wochenbett weiter.

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Mona
 
Mona , Darmstadt

Schon lange bevor ich das erste Mal schwanger war, hatte ich einen Bericht über ein Geburtshaus in unserer Nähe gesehen.

Ich war sofort begeistert von der Idee, meine Kinder nicht im Krankenhaus bekommen zu müssen, sondern in heimeliger Atmosphäre und mit einer Hebamme, die ich schon während der Schwangerschaft kennenlernen konnte.

Tatsächlich sind unsere ersten drei Kinder später in diesem Geburtshaus mit ganz toller Hebammenbetreuung auf die Welt gekommen.

Leider musste das Geburtshaus Anfang 2015 schließen, weil durch die Haftpflichtproblematik keine neuen Hebammen mehr gefunden worden sind, die als freie Hebamme im Geburtshaus arbeiten wollten oder konnten.

Weil ich nur im Notfall im Krankenhaus entbinden wollte und wir das große Glück hatten, eine Hausgeburtshebamme zu ergattern, was leider mittlerweile schwer geworden ist, haben wir uns bei unserem vierten Kind für eine Hausgeburt entschieden.

Bereits vor der Geburt haben wir uns stets sehr kompetent seitens unserer Hebamme beraten gefühlt. Wir wurden, wie zuvor im Geburtshaus über alle Risiken aufgeklärt und konnten uns guten Gewissens für die Geburt Zuhause, in vertrauter Umgebung entscheiden.

Die Hausgeburt verlief ohne Komplikationen und wurde von zwei Hebammen begleitet. Ich habe auch die Geburten im Geburtshaus als sehr selbstbestimmt erlebt, aber Zuhause zu sein ist einfach noch ein bisschen schöner.

Jede Frau muss die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wo sie ihre Kinder mit kompetenter Begleitung auf die Welt bringen möchte!

Ich hatte das Glück, vier komplikationsfreie Geburten erleben zu dürfen und bin davon überzeugt, dass mir die entspannte Atmosphäre ausserhalb einer Klinik dabei maßgeblich geholfen hat.

 
Irene , Gifhorn

Meine ersten beiden Kinder bekam ich im Krankenhaus mit vielen unnötigen Interventionen. Während meiner letzten Schwangerschaft beschäftigte ich mich viel mit dem Thema Hausgeburt.
Aufgrund der Urlaubszeit, fand ich vor Ort jedoch keine Hebamme, die mich bei der Geburt im Juli begleiten konnte. So stieß ich (glücklicherweise) auf meine wundervolle Hebamme aus dem Raum Hannover, die noch ca. 80 km zu mir zu fahren hatte.

Zu den Vorsorgeuntersuchungen kam meiner Hebamme zu mir nach Hause. Die Untersuchungen waren so viel angenehmer, als das was ich bisher kannte.

Als meine Hebamme kam, setzte sie sich ganz entspannt zu mir. Und ich freute mich, sie zu sehen. Jedes Mal wenn ich sie ansah, wusste ich dank ihrer ruhigen Ausstrahlung, dass alles gut ist. Sie gab mir hilfreiche Anregungen, die die Geburt beschleunigten, ohne aufrdringlich zu sein. Sie las mir alle Wünsche von den Augen ab.

Sie hat ein unsagbares Fachwissen und gab mir viele gute Ratschläge. Einfach unbezahlbar.

Mein Mann war bis dahin Hausgeburten gegenüber skeptisch, aber schon während der Geburt änderte er seine Meinung. Die Atmosphäre in unserem Wohnzimmer war einfach super. Es war so herrlich natürlich, ein Kind zu gebären. Und das spürte er. Er war diesmal nicht dazu verdammt, hilflos zuzuschauen. Er konnte aktiv sein und sich nützlich machen.

Mein Mann brachte ein Tragtetuch zum Festhalten an der Decke an und wir stellten ein Planschbecken als Geburtswanne auf. Ich fühlte mich sehr wohl im Wasser.

Als es soweit war und das Köpfchen zu sehen war, sagte meine Hebamme ich solle mal fühlen. Ich spürte den Kopf meiner Tochter und hatte plötzlich ganz viel neue Kraft. Meine Hebamme sagte ich solle mal die zweite Hand dazunehmen und da ist unser Baby in meine Hände geboren. Es war ein magischer unvergesslicher Moment. Ich bin meiner Hebamme unendlich dankbar, dass sie mir so viel Freiheit und gleichzeitig soviel Sicherheit gab.

Meine nun dritte Geburt dauerte im Gegensatz zu meinen ersten beiden (je 12 Stunden) nur noch 3,5 Stunden. Als meine Hebamme das Haus verlies, war alles wieder blitzeblank. Nur ein paar wenige Handtücher mussten gewaschen werden und landeten sofort in der Waschmaschine.

Ich denke sehr oft an diesen Tag und an meine Hebamme, die ich ganz fest in mein Herz geschlossen habe.

Kinderbuchautorin Sandra Schindler
 
Kinderbuchautorin Sandra Schindler , Elmstein

Als ich von meiner ersten Schwangerschaft erfuhr, war die Entscheidung für eine Hausgeburt bereits gefallen. Viele meiner Freundinnen haben ihr Kind zu Hause bekommen, sodass es für mich logisch und natürlich war, es ihnen gleichzutun. Eine dieser Freundinnen empfahl mir ihre Hebamme.



Die Frau war ein absoluter Glücksgriff. Ihre lockere, fröhliche Art, ihr umfassendes Wissen, ihre Intuition, ihr Einfühlungsvermögen, aber auch ihre Vorsicht, all das hat mich in meiner Entscheidung bestärkt. Sie strahlte Sicherheit aus und ich wusste, dass sie sofort handeln würde, wenn es nötig wäre.



Am Tag der Geburt war ich ruhig, sehr ruhig, schließlich hatte ich mich umfassend informiert und etliche Bücher zum Thema sanfte Geburt gelesen. Ich vertraute auf meine Intuition, war mir sicher, dass die Natur mir nichts aufbürden würde, wozu ich nicht in der Lage wäre. Viele Frauen haben Angst vor der ersten Geburt. Hatte ich nicht, denn ich wusste: Das Zusammenspiel zwischen Natur, meinem Mann, meinem Kind, meiner Hebamme und mir würde funktionieren.



Nach dem Blasensprung fing ich an, in aller Ruhe das komplette Haus zu putzen. Übrigens ist ein Blasensprung, auch wenn es gerade so durch die Medien geistert, kein Grund, gleich in Richtung Krankenhaus zu fahren, sondern nur ein Grund, auch zu Hause streng überwacht zu werden.

Gegen Morgen kam dann die Hebamme, hielt sich stets im Hintergrund, aber war dann zur Stelle, wenn sie benötigt wurde. Ich war nicht nur damit beschäftigt, die Wehen zu veratmen, sondern auch damit, ziemlich viel zu lachen. Irgendwann konnte ich das Köpfchen meiner Tochter fühlen. „Hallo Baby“, sagte ich – und lachte wieder. Kurze Zeit später war sie da. Sie lächelte, ein echtes, erleichtertes Lächeln, etwas, was die Hebamme in all den Jahren in ihrem Beruf noch nicht gesehen hatte.



Dank Hausgeburtshebamme ist dieser wunderbare, unvergessliche Moment überhaupt nur möglich gewesen. Im Krankenhaus – so vermute ich – hätte man die Geburt aus Angst vor Infektionen eingeleitet – und dann wäre ich in den berüchtigten Teufelskreis geraten, von dem ich gar nicht wissen möchte, wie er geendet hätte.



Auch meine zweite Geburt wäre im Krankenhaus anders gelaufen. Der Kopfumfang des Babys war so enorm, dass man mir dort vermutlich empfohlen hätte, das Kind zu holen, weil man mir nicht zugetraut hätte, dass ich in der Lage bin, das Kind auf natürlichem Wege zu bekommen.



Aber es funktionierte. Auch meine zweite Tochter ließ sich Zeit. Ich verbrachte den Großteil des Tages musizierend, gemeinsam mit meinem Mann. Die große Tochter hatte korrekterweise vorhergesagt, dass das Baby käme – und sich deswegen vorsichtshalber am Tag vorher bei den Großeltern einquartiert.



Unter der Geburt Musik zu machen, ist übrigens sehr interessant. Spielte ich Klavier, erkannte die Hebamme eine Wehe daran, dass ich viel stärker in die Tasten haute. Beim Singen war es ganz deutlich, denn war die Wehe da, wurde die Stimme brüchig. Die Musik war für mich der optimale Weg, auf den Wehenwellen mitzuschwimmen.



Als gegen Ende die Wehen zu stark wurden, um sie noch zu „versingen“, wusste ich, dass bald das Baby da sein würde. Und so war es dann auch.



Noch heute denke ich gerne an diese wunderschönen, harmonischen Geburten zurück – und bin traurig, wenn ich höre, dass den Frauen bald das Recht auf etwas genommen werden soll, was natürlicher nicht sein könnte: eine Hausgeburt, selbstbestimmt, voller Liebe und Vertrauen zueinander und im Einklang mit sich selbst und allem, was einen umgibt.



Ich hoffe, dass sich da auf politischer Ebene bald etwas tut, denn es muss genau da angesetzt werden, um Geburtstraumata und damit verbundene Probleme von morgen zu verhindern.



Sicher, es gibt Notfälle – und da ist es gut, dass das Krankenhauspersonal zur Stelle ist. Aber eine Geburt ist keine Krankheit – und daher finde ich auch, dass ein Krankenhaus nicht der richtige Ort dafür ist, zumindest nicht für gesunde Mütter und Kinder, die sich eine Hausgeburt zutrauen.

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