Hebammentag 2021

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Investiert in Hebammen! Mit ihnen läuft’s besser!

Am 5. Mai ist Internationaler Hebammentag 2021! Angelehnt an das internationale Motto „Die Daten sprechen für sich: Investiert in Hebammen!“ kommen an diesem Tag weltweit Hebammen, ihre Verbände und Eltern zusammen, um auf die Bedeutung und die Situation des Hebammenberufs aufmerksam zu machen.

Und das mit gutem Grund: So stellte die WHO in einer internationalen Publikation („Strengthening quality midwifery education for Universal Health Coverage“, 2019) heraus, dass qualitativ hochwertige Hebammenbegleitung mehr als 50 mütterliche und kindliche Gesundheitsfaktoren positiv beeinflusst. Dennoch wird Hebammenarbeit in vielen Teilen der Welt nicht ausreichend gefördert und wertgeschätzt. Auch in Deutschland, wo z. B. ein Großteil der von der WHO identifizierten Faktoren nicht zur Qualitätsbemessung geburtshilflicher Versorgung von Mutter und Kind herangezogen wird.

Damit die Arbeit von Hebammen tatsächlich umfänglich wirken kann, müssen diese ihren Beruf unter guten und für alle fairen Bedingungen ausführen können. Doch auch im Jahr 2021 stellen sich für Hebammen in Deutschland dabei zahlreiche Hürden.

Zum Internationalen Hebammentag 2021 fordern wir daher erleichterten Zugang zum Bachelorgrad für an Berufsfachschulen ausgebildete Hebammen, die Schaffung ausreichender Studienplätze, eine bessere Vergütung der Hebammenarbeit und das Ermöglichen der Eins-zu-Eins-Betreuung.

Unterstützen auch Sie uns dabei und nehmen Sie teil an unserem Online-Aktionstag unter dem Motto „Investiert in Hebammen! Mit ihnen läuft’s besser!“ Gehen Sie am 5. Mai für Hebammen an den Start und fotografieren Sie sich beim Laufen, Fahrradfahren, Walken oder Skaten. Posten oder teilen Sie Ihr Foto mit den Hashtags #welthebammentag und #unersetzbar auf Facebook und setzen Sie so ein Statement für gute Hebammenarbeit! Nutzen Sie dafür gerne auch unsere Startnummer zum Ausdrucken, diese finden Sie unten.

Mit unseren Forderungen und unserer Aktion reagieren wir insbesondere auf folgende Problemfelder:

Löhne und Arbeitsbedingungen für Hebammen sind in Deutschland weiterhin defizitär. In Kliniken angestellte Hebammen leiden seit Jahren unter einer kaum zu bewältigenden Arbeitsbelastung bei gleichzeitig schlechter Bezahlung. Neben unzureichender Personalplanung ist hierbei noch immer ein Faktor, dass Hebammen auf den Geburtsstationen zusätzlich zu ihrem eigenen Arbeitsbereich oftmals auch fachfremde Tätigkeiten ausüben müssen. Schon heute arbeitet deswegen ein Großteil der Hebammen an Kliniken nur noch in Teilzeit. Und viele wollen ihnen in die Teilzeit folgen, ihre Arbeitszeit noch weiter reduzieren oder ihre Klinik ganz verlassen. Dies verschärft nicht nur die ohnehin schon problematische Arbeitssituation auf den Geburtsstationen, sondern lässt auch unser Ziel der Eins-zu-Eins-Betreuung weiter in die Ferne rücken. Diese zu erreichen hat für uns oberste Priorität, denn nur dann, wenn eine Hebamme sich voll und ganz auf eine Geburt konzentrieren kann, ist eine optimale Betreuung von Gebärenden und Kindern gegeben. Wir fordern daher neben einer besseren Vergütung für alle angestellten und freiberuflich arbeitenden Hebammen mehr Hebammen an Geburtskliniken und deren Befreiung von fachfremden Tätigkeiten, um die Arbeitsbelastung besser zu verteilen und eine Einszu- Eins-Betreuung zu ermöglichen. Hintergrundinformationen zu der Arbeitssituation für Hebammen an Geburtskliniken finden Sie im IGES-Gutachten zur stationären Hebammenversorgung 2019 (PDF-Dokument).

Um auch langfristig eine ausreichende Versorgung durch und faire Bedingungen für Hebammen sicherzustellen, braucht es zudem genügend gut ausgebildete Fachkräfte. Hierfür wurden Anfang 2020 die berufsrechtlichen Voraussetzungen für die überfällige Akademisierung des Hebammenberufs (PDF-Dokument, 140.8 KB) geschaffen. Dabei besteht jedoch weiterhin gravierender Handlungsbedarf. So gibt es aktuell u. a. noch nicht ausreichend Studienplätze, um den Bedarf an Nachwuchs-Kräften für die Zukunft zu decken. Hier ist dringend die Schaffung weiterer Kapazitäten erforderlich. Zugleich darf sich die Akademisierung nicht nachteilig auf all jene Hebammen auswirken, die nach dem klassischen Modell an Berufsfachschulen ausgebildet wurden oder noch bis 2027 werden. Diese stellen auf nicht absehbare Zeit die große Mehrheit der aktiv tätigen Hebammen dar. Um auch ihnen berufliche Perspektiven zu bieten, muss ihre Qualifikation durch eine faire Übergangslösung anerkannt und mit akademisch ausgebildeten Hebammen gleichstellt werden.

Über den Hebammentag

Der Internationale Hebammentag findet jedes Jahr am 5. Mai statt. Hebammen auf der ganzen Welt nehmen dann an Aktionen teil, um an den Wert der Hebammenarbeit zu erinnern. Auch der Deutsche Hebammenverband beteiligt sich jedes Jahr mit Aktionen verschiedenster Art. Vor-Ort-Aktionen können in diesem Jahr leider aufgrund des Kontakt- und Versammlungsverbotes nicht stattfinden. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag im Jahr 1992 vom Internationalen Hebammenverband.

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