#zuhausegeboren

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Wie war Ihre Hausgeburt?

#zuhausegeboren

Frauen haben die Wahl, ihr Kind in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder zuhause zur Welt zu bringen. In der Vergangenheit haben die Krankenkassen gedroht, dieses Wahlrecht durch verbindliche und nicht wissenschaftlich belegte Ausschlusskriterien für Hausgeburten einzuschränken. Dabei treffen Hebammen und die Frauen kompetente und verantwortungsbewusste Entscheidungen, wie Ihre Berichte von Hausgeburten eindrucksvoll zeigen.

Zahlreiche Menschen haben unter dem Hashtag #zuhausegeboren ihre persönliche Geschichte geteilt. Wir freuen uns, auch Ihre zu hören! Sie können auch ohne Foto und anonym mitmachen.

Marina , München

Für mich stand schon lange vor der Schwangerschaft fest, dass ich mein Kind zu Hause gebären möchte. So war ich dann auch sehr glücklich gleich zu Beginn eine tolle Hebamme gefunden zu haben, die auf die Vorsorge und die erste Zeit im Wochenbett übernahm. Und zählte mit Bangen die Wochen und Tage bis zu dem magischen Zeitpunkt, wo das Kind endlich zu Hause kommen durfte. . Ich rechnete eine Woche vor Termin noch nicht mit einem Beginn der Geburt war noch sehr fit hatte an diesem heißen Julitag 2019 viel vor. Es hatte über 36 Grad und ich spürte vormittags ein seltsames Ziehen, wie ganz leichte Krämpfe im Bauchraum, wodurch ich etwas hellhörig wurde und was auch mittags nochmal auftauchte. So kam ich sehr müde und etwas übernommen um 22 Uhr nach Hause, schnell unter die Dusche und aufs Sofa fallen lassen – kurze Zeit später machte es auf einmal hör- und spürbar PLOPP! Meine Frau und ich sahen uns verdutzt an, ich richtete mich auf und da lief es auch schon zwischen meinen Beinen durch. Ich stürzte ins Bad und es lief über lange Zeit viel Fruchtwasser. Wenige Minuten später kam schon die erste Welle, nicht wenig stark und ich saß im Bad, fühlte mich müde, schlapp und k.o. und sehr überrumpelt. So überstürzt hatte ich mir den Geburtsbeginn nicht vorgestellt. Laura, meine Frau und beste Geburtsbegleiterin aller Zeiten richtete die Wohnung her, ich gab ihr in den Wehenpausen Anweisungen und veratmete die Wellen auf dem Badezimmerboden. Wir gaben Claudia Bescheid und die Zeit flog davon. Ich spürte die Wellen von Beginn an sehr stark, hart und ungedämpft, sie kamen regelmäßig und flott. Ich wechselte zwischen Bad und Sofa im Wohnzimmer und versuchte auf Anraten meiner Hebamme mich dazwischen so gut es ging zu erholen. Ich glaube, es gelang mir auch einmal für wenige Minuten wegzudämmern. Ich war geschockt, als die Sonne aufging, es kam mir vor wie ein oder zwei Stunden, nie hatte ich das Gespür für Zeit so verloren. Um 4:00 Uhr wurden die Wellen stärker und wir riefen Claudia an, die vorbeikam aber gleich wieder ging, da sie meinte, sie könne noch nicht helfen. Um 9:00 Uhr riefen wir sie wieder, da die Wellen noch stärker und schneller kamen. Um 10 Uhr kam sie (wegen Berufsverkehrsstau) und ich war zu dem Zeitpunkt schon an einem verzweifelten Punkt angelangt. Ich war sehr erschöpft und gestresst von der Anstrengung. Jetzt folgten harte, zähe Stunden, in denen ich so vor mich hinwehte, mit Claudia verschiedene Positionen ausprobierte, von denen ich eigentlich nur den Vierfüßler als angenehm empfand und sie ab und zu die Herztöne untersuchte, die zum Glück immer gut waren. Doch dann kam die einzige Situation, wo die Stimmung etwas kippelig war. Claudia wurde langsam nervös: es war wahnsinnig heiß, sie wusste nicht, wie weit der Geburtsvorgang fortgeschritten war (die vaginale Untersuchung musste ich abbrechen), die Fruchtblase war schon vor über 12 Stunden geplatzt und ich war sehr erschöpft. Sie schlug vor, mich verlegen zu lassen, damit ich eine PDA bekommen könnte. Für mich, obwohl ich unter den Schmerzen litt und mich am Ende meiner Kräfte wähnte, überhaupt keine Option. Undenkbar, in diesem Zustand meine Wohnung zu verlassen, ich wusste, ich werde das jetzt zu Ende bringen, obwohl ich nicht wusste, was bis dahin noch fehlte. Ich spürte die Irritation, die in der Luft lag und wurde wütend und kurz panisch, dass ich und mein Baby gestört worden waren. Zum Glück hielt Laura eng zu mir, unterstützte und beruhigte mich und übernahm das Ruder. Ich wollte in die Badewanne. Vorher hatte Claudia noch davon abgeraten wegen der Infektionsgefahr, jetzt sagte sie nichts mehr. In der Wanne fror ich schrecklich und die Schmerzen wurden fast unerträglich. Ich schien zu zerreißen und zerdrückte Lauras Hand. So ging das nicht, ich kniete mich auf und verlangte vorne etwas zum Aufstützen. Zu meiner Verwunderung brachte Laura sofort ein Brett mit einem Kissen was wunderbar meine Vorstellungen traf und ich ließ mir heißes Wasser den Rücken runterbrausen, was sehr gut tat. Es ging Schleim und Blut ab und da war auch Claudia wieder dabei. Später erzählte sie, dass sie ab dort wusste, dass es gut werden würde. Es war um die Mittagszeit und ich verspürte auf einmal einen Drang zum Pressen. Die ersten beiden Male versuchte ich dem Drang zu widerstehen, dann schob ich mit, aber es passierte nichts. Ich sollte wieder aus der Wanne raus. Auf dem Weg zum Sofa kamen mehrere sehr starke und wilde Presswehen, ich fühlte mich überrollt, überfordert und hatte manchmal Angst ob dieser Naturgewalt. Jetzt begann die anstrengendste Phase, aber so nach und nach wusste ich was ich zu tun hatte und es fühlte sich wieder sinniger an, nach Arbeit. Auch Laura und Claudia hatten alle Hände voll zu tun mit massieren, mir Trinken einflößen usw., sodass eine gute energievolle Stimmung entstand. Nach eineinhalb Stunden Presswehen, die ich meistens auf dem Sofa kniend, aufgestützt auf ein Regal verbrüllte kam Claudias Kollegin Kathi dazu, die mich ebenso liebevoll ermutigte. Nach einer weiteren Stunde, ich glaubte nicht mehr daran, dass da jemals ein Kind rauskommen sollte, waren die Haare zu sehen und das Köpfchen ging immer raus und rein. An den Moment, wo der Kopf den Damm am weitesten dehnte, erinnere ich mich noch gut, wenn auch alles wie mit einer dicken Nebelschicht überlagert ist – es spannte und brannte und die Welt stand still, ich hatte das Gefühl zu zerspringen und sehnte die nächste Welle herbei, die mehrere Minuten auf sich warten ließ. Endlich kam sie und mit ihr der Kopf. Bei der nächsten flutschte der Körper raus, ich spürte alles ganz genau, die Schultern, die Beine, die Nabelschnur. Stille. Ich war erledigt, es war halb 6 Uhr abends. Ich habe nur bruchstückhafte Erinnerungen an die Zeit unmittelbar nach der Geburt. Nilo schrie und schrie und suchte und fand die Brust, konnte aber vor lauter Schreien nicht trinken. Die Nachgeburt kam schnell und einfach, ich hatte keine Geburtsverletzungen. Ich lag da, mit meinem Baby auf dem Bauch und war einfach nur erleichtert, leer und ein bisschen glücklich und unendlich müde. Bald half Kathy mir auf die Toilette, ich konnte ganz gut laufen, hatte kaum Blut verloren aber wusste nun was der Beckenboden für eine Funktion hatte… Es folgten magische Stunden mit kuscheln, schlafen und leisen Gesprächen im Bett zu dritt. Auch wenn ich mir einen langsameren und milderen Geburtsbeginn und Umstände gewünscht hätte, bin ich sehr dankbar für diese besondere Erfahrung. Ich habe es sehr genossen, bei mir zuhause bleiben zu dürfen und habe großen Respekt vor der Arbeit unserer tollen Hausgeburtshebamme. Ich würde immer wieder eine Hausgeburt machen!

Sarah , Berlin

Mein Sohn ist Anfang Juni zu Hause geboren worden. Es war eine tolle Erfahrung und der natürliche Ablauf der Geburt hat mich beeindruckt.

Da ich eigendlich in einem Geburtshaus mein Kind zur Welt bringen wollte, diese aber bereits in meiner 8. Woche keine Kapazitäten mehr hatten, blieb die Wahl zwischen Krankenhaus und Hausgeburt.

Das eine Hausgeburt für mich das Richtige ist, wurde klarer mit jedem Tag, den ich über den Geburtstermin schritt. Regelmäßige CTGs im Krankenhaus waren angesagt und der Druck nicht mehr weiter über den (doch etwas willkürlichen) Termin zu kommen, stieg unangenehm. Wenigstens mein Freund äußerte bei -stets unauffälligen CTGs- vollstes Vertrauen in unseren Sohn, der schließlich am ET+11 (nach Eisprung eigentlich +9!) völlig natürlich zur Welt kam.

Nach einem Blasensprung am Abend, hatten mich nachts die ersten Wehen aus dem Schlaf geweckt. Die Wehen kamen von Anfang an bereits alle 2 Minuten und eine Fahrt zum Krankenhaus klang für mich eh utopisch. Ich atmete die Schmerzen in Ruhe weg. Nach 5 Stunden war mein Sohn morgens da.

Keinen Moment habe ich an Schmerzmittel gedacht, die Wehen waren viel weniger schlimm als erwartet. Sicherlich trug die angenehme Umgebung einer Hausgeburt zu diesem tollen Ablauf bei! Vielen Dank an die wenigen Hebammen, die Frauen so ein Erlebnis mit ihrer Rufbereitschaft ermöglichen.

Verena Daxenberger , Maitenbeth

Für mich war klar, dass ich mein erstes Kind zu Hause auf die Welt bringen möchte.

Die Suche nach einer Hausgeburthebamme war dabei äußerst schwierig und nervenaufreibend.

Am Ende haben wir eine ganz wundervolle Hebamme gefunden. Die Vorsorge bei ihr war wirklich super und sie konnte mir all meine Ängste und Sorgen nehmen und war immer für mich da, wenn ich was brauchte.

Bei jedem Termin hat sie sich unglaublich viel Zeit genommen und ich habe mich immer wohl und sicher gefühlt. Ich bin Dank ihr mit viel Freude und Mut in die Geburt gestartet.

Letzendlich musste ich leider doch ins Krankenhaus, da sich die Geburt schwierig entwickelt hatte.

Aber auch da hat mich meine Hebamme hin begleitet und mir meine Ängste vor den Krankenhaus genommen. So konnte ich am Ende mit einem guten Gefühl dort hin fahren.

Nach meiner Entlassung war sie dann wieder zur Nachsorge bei mir und hat die Geburt nochmal mit mir besprochen und mir geholfen diese zu verarbeiten. Dies war für mich enorm wichtig, da ich mir die Hausgeburt sehe gewünscht hatte.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir auch weiterhin so tolle Hebammen an unsere Seite haben!

Unsere Hebammen auf Facebook

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Anni , Neuruppin

Unsere erste Tochter kam -recht spontan- zu Hause auf der Erde an und es war ein wundervolles Erlebnis.

Diese Ruhe/ Gelassenheit/ Sicherheit in einer gewohnten Umgebung nur mit meinem Mann und meiner Hebamme, hat mich stark und sicher gemacht.

Dass unsere zweite Tochter ebenfalls zu Hause kommen sollte, war sofort klar.

Wir danken unserer Hebamme, dass wir selbstbestimmt entbinden konnten und sie uns vor und nach den Geburten so toll versorgt und unterstützt hat!

Jule , Stuttgart

Da ich "nur schwanger" war, nicht "krank" und meine Erfahrungen mit Krankenhäusern bisher kein Vertrauen aufbauten, war klar, daß ich zur Entbindung meines ersten Kindes eine Hausgeburt möchte.

In ruhiger, geborgener und entspannter Atmosphäre erlebte ich in 3,5 h eine unkomplizierte Spontangeburt meines ersten Kindes

Wir waren beide anschließend wohlauf und es war die absolut richtige Entscheidung.

Die Suche nach einer Hausgeburtshebamme war für mich mit einigem Aufwand und zusätzlichen Kosten im Vergleich zur teureren krankenkassenfinanzierten Krankenhausgeburt verbunden, was ich sehr ungerecht finde.

Ma , NRW

Meine ersten beiden Kinder kamen im Krankenhaus zur Welt. Ich gebe zu, dass ich mich beim ersten auch nicht getraut hätte, zu Hause zu entbinden. Beim Zweiten fand sich leider keine Hebamme, die noch Hausgeburten machte.

Nach unserem Umzug wurde ich mit unserem dritten Kind schwanger und fand im Geburtshaus ein tolles Team, welches auch meine Hausgeburt betreuen würde. Leider verstarb unser Kind noch in meinem Bauch. Eine schwere Zeit für mich-mit sehr einfühlsamer Hebammenbetreuung und schlechten Erfahrungen im Krankenhaus.

Als ich wieder schwanger wurde, stand erst recht fest, dass ich das Krankenhaus nur im Notfall betreten würde.

Diese Mal ging alles gut, unkompliziert und schnell.

Nachts bekam ich die erste “echte“ Wehe, verlor etwas Fruchtwasser, weckte meinen Mann und rief die Bereitschaftsnummer an. Knapp eine Stunde später war unsere Hebamme da. Mir ging es gut, die Wehen waren erträgliche, der Muttermund ging schnell auf und ich wurde nur so oft wie nötig untersucht. Kein Dauer-CTG, kein Zugang im Arm u.s.w.

Die Pressphase dauerte länger und war anstrengender als bei den anderen Geburten, aber durch die gute Betreuung hatte ich keine Angst und meisterte auch dies zusammen mit meinem Mann in doch recht kurzer Zeit.

In der Endphase kam eine zweite Kollegin hinzu und sogar noch eine Schülerin. Ich hatte sozusagen eine 3:1 Betreuung- Traumzustand.

Am frühen Morgen wurde unser Kind in unsere Familie hineingeboren. Allen ging es gut. Kurz danach wachten die beiden Großen auf und wir konnten direkt als Familie zusammen sein.

Abends saßen wir bei frühsommerlichen Temperaturen auf der Terrasse und blickten auf diesen einmaligen Tag zurück.

Für uns die richtige Entscheidung. Danke an alle, die uns bei dieser Entscheidung bekräftigt haben, dem tollen Geburts-, Vorsorge- und Nachsorgehebammenteam, meinem Frauenarzt, der mich ebenfalls unterstützte daheim zu entbinden und natürlich meinem Mann, der in solchen Situationen immer weiß, was mir gut tut.

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