Menü

Gegen die Schließung von Kreißsälen

Header Kreißsaalschließungen
 
Für Hebammen

Gegen die Schließung von Kreißsälen

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, richtet es sich nicht nach der Entfernung zum nächsten Kreißsaal. Die werdenden Eltern müssen in angemessener Zeit zu einem Ort gelangen, wo sie Hebammenhilfe bekommen. Dass diese in vielen Regionen ohnehin schon Mangelware ist, zeigt unsere Landkarte der Unterversorgung auf alarmierende Weise. Und je mehr Geburtskliniken, geburtshilfliche Abteilungen und Kreißsäle schließen, desto schlimmer wird die Lage.

Doch genau das passiert immer wieder: Orte für Hebammenhilfe, Orte für Geburten werden aufgrund finanzieller oder organisatorischer Entscheidungen abgeschafft. Etliche künftige Geburtsorte fallen ersatzlos weg.

1991 gab es noch 1186 Kliniken, in denen Geburten möglich waren. 2014 waren es nur noch 725 Kliniken mit Geburtshilfe. Seitdem schließt fast jeden Monat ein Kreißsaal ganz oder vorübergehend die Türen.

 

Landkarte der Kreißsaalschliessungen

Sofern uns Schließungen von Kreißsälen bekannt werden, nehmen wir diese in unsere Liste auf, die zahlreiche Schließungen seit Januar 2015 dokumentiert. Auf der Karte sehen Sie, welche Regionen besonders betroffen sind. Gab es bereits Schließungen in Ihrer Nähe?

51 geschlossene oder von der Schließung bedrohte Kreißsäle seit 2015
April 2017: In Köln droht die Schließung eines Kreißsaals.

Geschlossene oder von Schließung bedrohte Kreißsäle seit 2015

drohende Kreißsaalschließung
in Neuperlach , Geburtshilfe im Klinikum Neuperlach
(Grund: Wirtschaftlichkeit, Sanierung)

drohende Kreißsaalschließung
in Meschede, Geburtshilfe im St.- Walburga-Krankenhaus
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

drohende Kreißsaalschließung
in Duderstadt, St. Martini Krankenhaus
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
April 2017
in Bad Tölz, Geburtshilfe in der Asklepios Stadtklinik
(Grund: Ärztemangel, Zusammenschluss mit anderer Klinik, unklare Finanzierung)

drohende Kreißsaalschließung
in Köln, Geburtshilfe und Gynäkologie am St. Vinzenz-Hospital
(Grund: Rückgang der stationären gynäkologischen Fallzahlen)

geschlossener Kreißsaal
März 2017
in Menden, Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Vincenz-Krankenhaus
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

drohende Kreißsaalschließung
in Kandel, Geburtshilfe in der Asklepios Südpfalzklinik
(Grund: Hebammenmangel)

drohende Kreißsaalschließung
in Hartmannsdorf, Geburtshilfe im Diakoniekrankenhaus Hartmannsdorf
(Grund: kinderärztliche Rufbereitschaft kann nicht mehr abgesichert werden)

geschlossener Kreißsaal
Februar 2017
in Sankt Augustin, Geburtshilfe und Neonatologie der Asklepios-Klinik
(Grund: Personalengpässe)

drohende Kreißsaalschließung
in Radolfzell, Hegau-Bodensee-Klinikum
(Grund: Versicherung für Belegärzte zu teuer )

geschlossener Kreißsaal
Januar 2017
in Hamburg, Asklepius-Klinik in Hamburg-Harburg
(Grund: geplante Zusammenlegung von zwei Kreißsälen)

drohende Kreißsaalschließung
in Gladbeck , Geburtshilfe im St. Barbara-Hospital
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
Dezember 2016
in Braunschweig, Geburtsstation im Krankenhaus St. Vinzenz in Braunschweig
(Grund: Wirtschaftlichkeit, stagnierende Entwicklung der Geburtenzahlen am Krankenhaus)

drohende Kreißsaalschließung
in Bad Gandersheim, Geburtshilfe HELIOS Klinik Bad Gandersheim
(Grund: Ein Belegarzt verlässt die Abteilung bis Ende Oktober)

geschlossener Kreißsaal
Dezember 2016
in Niebüll, Kreißsaal im Klinikum Nordfriesland
(Grund: Hebammenmangel )

drohende Kreißsaalschließung
in Alsfeld, Kreiskrankenhaus
(Grund: Fehlende Belegärzte aufgrund zu hoher Haftpflichtprämien)

drohende Kreißsaalschließung
in Emmerich am Rhein, Willibrord-Spital
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
November 2016
in Schrobenhausen , Kreißsaal im Kreiskrankenhaus Schrobenhausen
(Grund: Hebammenmangel)

vorübergehende Kreißsaalschließung
Oktober 2016
in Mühlacker, Kreißsaal im Krankenhaus Mühlacker
(Grund: nur Tagesbetrieb aufgrund von Hebammenmangel)

vorübergehende Kreißsaalschließung
Oktober 2016
in Hannover, Geburtshilfe im Friederikenstift
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
September 2016
in Eschweiler, St. Antonius Hospital Eschweiler
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
September 2016
in Stadthagen, Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Stadthagen
(Grund: Wirtschaftlichkeit/Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
August 2016
in Bühl, Kreißsaal im Klinikum Bühl
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
Juli 2016
in Neuendettelsau, Geburtshilfe in der Clinic Neuendettelsau
(Grund: keine Belegärzte)

geschlossener Kreißsaal
Juli 2016
in Zweibrücken, Kreißsaal im Evangelischen Krankenhaus in Zweibrücken
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
Juni 2016
in Schmalkalden , Entbindungsstation im Elisabeth Klinikum Schmalkalden
(Grund: Hebammenmangel, Haftpflichtversicherungsprämie, Dauerbereitschaftsdienste)

geschlossener Kreißsaal
Juni 2016
in Lörrach, Geburtshaus Lörrach
(Grund: Hohe Haftpflichtversicherung)

vorübergehende Kreißsaalschließung
Mai 2016
in Neu-Ulm, Geburtshilfe in der Illertalklinik
(Grund: Hebammen kündigen, hohe Arbeitsbelastung )

geschlossener Kreißsaal
April 2016
in Wermelskirchen , Geburtshilfe-Abteilung im Krankenhaus Wermelskirchen
(Grund: Kostendefizite im Krankenhaus)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2016
in Solingen , Kreißsaal der St. Lukas Klinik in Ohligs
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2016
in Stollberg, Kreißsaal im Kreiskrankenhaus Stollberg
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2016
in Castrop-Rauxel, Geburtshilfe im Evangelischen Krankenhaus in Castrop-Rauxel
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
Dezember 2015
in Wolgast, Geburtsstation im Kreiskrankenhaus Wolgast
(Grund: Personalmangel, niedrige Geburtenzahlen)

geschlossener Kreißsaal
Dezember 2015
in Rotthalmünster, Geburtshilfe im Krankenhaus Rotthalmünster
(Grund: Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
Dezember 2015
in Oschatz, Entbindungsstation der Collm Klinik in Oschatz
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
November 2015
in Trier, Geburtsstation Elisabeth-Krankenhaus
(Grund: wirtschaftliche Gründe (Einsparungen))

geschlossener Kreißsaal
Oktober 2015
in Wyk, Geburtsstation Inselklinik Föhr-Amrum
(Grund: Versorgungsbedingungen + Haftungsrisiko)

geschlossener Kreißsaal
Oktober 2015
in Püttlingen, Knappschaftsklinik
(Grund: zu niedrige Geburtenrate weil Beleghebammen gekündigt haben)

geschlossener Kreißsaal
Juli 2015
in Lahnstein, Geburtsstation im Elisabeth-Krankenhaus
(Grund: Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
Juli 2015
in Bad Friedrichshall, Kreißsaal im Klinikum am Plattenwald
(Grund: Zentralisierung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Heilbronn)

geschlossener Kreißsaal
Juni 2015
in Diez, Geburtsabteilung im DRK-Krankenhaus
(Grund: finanzielle Defizite)

geschlossener Kreißsaal
Mai 2015
in Hannover, Geburtshilfe in der Nordstadtklinik
(Grund: strukturelle Gründe)

geschlossener Kreißsaal
April 2015
in Bad Belzig, Geburtsstation im EvB Krankenhaus Bad Belzig
(Grund: Rückgang der Geburtenzahlen, Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
März 2015
in Traben-Trarbach, Geburtsstation am Krankenhaus Anna-Henrietten-Stift
(Grund: Kündigung eines Facharztes / Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
März 2015
in Sebnitz , Entbindungsstation der Sächsische-Schweiz-Klinik
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
Februar 2015
in Borghorst, Geburtshilfe des Marienhospitals
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

geschlossener Kreißsaal
Februar 2015
in Bad Kissingen, Kreißsaal im Helios St. Elisabeth Krankenhaus
(Grund: Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2015
in Dudweiler, Geburtshilfe im St. Josef Krankenhaus
(Grund: Personalmangel)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2015
in Schwabach, Gynäkologische Abteilung im Stadtkrankenhaus
(Grund: Hebammenmangel)

geschlossener Kreißsaal
Januar 2015
in Bünde, Lukas Krankenhaus in Bünde
(Grund: Kosten)

drohende Kreißsaalschließung
in Haßfurt, Geburtshilfe der Haßberge-Kliniken
(Grund: Wirtschaftlichkeit)

Unsere Karte der Kreißsaalschließungen in 2015 und 2016 hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Ihnen weitere Schließungen bekannt sind oder Sie von einer Wiedereröffnung erfahren haben, melden Sie sich gerne bei presse@hebammenverband.de.

Protestieren Sie mit uns!

Kreißssalschließungen
 

Aktionsideen für Sie!

Macht Ihnen ebenso wie uns große Sorgen, dass die bundesweite Versorgung mit Hebammenhilfe immer weiter schwindet? Dann werden Sie aktiv! Wenn Sie als künftige Eltern, als unmittelbar betroffene Hebamme oder einfach als engagierte Unterstützerin oder Unterstützer dazu Stellung beziehen möchten, vernetzen Sie sich und planen Sie eine gemeinsame Aktion!

Anregungen und Tipps dafür gibt Ihnen unser Leitfaden für Vor-Ort-Aktionen bei Kreißsaalschließungen, den Sie hier herunterladen können. Er fasst kompakt zusammen, wie Sie sich organisieren können, mit welchen Mitteln Sie auf sich aufmerksam machen und was bei der Pressearbeit zu beachten ist.

 
MediensponsorenLogo dm DrogeriemärkteLogo WeledaLogo Fachverband Außenwerbung
Sponsoren NachwuchskampagneLogo PenatenLogo Johnson + Johnson